Wolverhampton zieht Kaufoption für Trincão nicht – Barça kassiert trotzdem

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Die Wolverhampton Wanderers ziehen die Kaufoption für Francisco Trincão nicht, müssen aber trotzdem an den FC Barcelona zahlen. Barça verhandelt derweil weiterhin mit Sporting über einen Wechsel Trincãos – dieser hängt aber auch von Raphinha und Ousmane Dembélé ab.

Wolves behalten Trincão nicht – müssen aber trotzdem an Barça zahlen

Francisco Trincão ist zurück beim FC Barcelona. Nach seiner einjährigen Leihe zu den Wolverhampton Wanderers entschied der Premier-League-Klub sich dagegen, die Kaufoption in Höhe von 30 Millionen Euro zu ziehen, das teilten die Wolves kurz nach Ablauf der Leihe offiziell mit. Nach einer enttäuschenden Saison 2020/21 beim FC Barcelona kam Trincão in England zwar regelmäßig zum Einsatz, überzeugen konnte er aber auch dort nicht – gerade einmal vier Torbeteiligungen in 30 Einsätzen standen für den 22-Jährigen zu Buche.

Wenngleich Trincão bei den Wolves keine Zukunft hat, hat sich das Geschäft für den FC Barcelona dennoch gelohnt. Denn wie die BBC berichtet, muss der letztjährige Premier-League-Zehnte 6 Millionen Euro an die Blaugrana zahlen – als Entschädigung für die nicht gezogene Kaufoption. Zwar erhält Wolverhampton damit auch eine Weiterverkaufsbeteiligung in Höhe von 20 Prozent an Trincãos nächstem Transfer, damit diese jedoch die nun gezahlten 6 Millionen erreicht, müsste der Portugiese für mindestens 30 Millionen Euro wechseln – in Anbetracht seiner Leistungen und den derzeit in den Medien kursierenden Gerüchten ein sehr unwahrscheinliches Szenario.

FC Barcelona und Sporting verhandeln wegen Trincão

Nun also die vorläufige Rückkehr nach Katalonien. Bei Barças Trainingsauftakt in der Ciutat Esportiva am 4. Juli war Trincão dabei und absolvierte ebenso den obligatorischen Medizincheck. Dass die langfristige Zukunft des Flügelspielers ebenfalls beim FC Barcelona liegen wird, ist jedoch unwahrscheinlich. In Xavis Plänen für die kommende Saison spielt Trincão – sofern es bei den Wunschverpflichtungen auf dem Transfermarkt keine bösen Überraschungen geben wird – aktuell keine Rolle. So versucht Barça durch einen Verkauf oder eine erneute Leihe nicht nur das Gehalt des Spielers zu sparen, sondern auch einen Teil der 2020 bezahlten Ablösesumme (31 Millionen Euro) wieder reinzuholen.

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Als heißester Anwärter gilt derzeit ein Team aus Lissabon. Sporting verhandelt bereits seit längerem mit dem FC Barcelona bezüglich Trincão, der Spieler soll einem Wechsel offen gegenüberstehen und dafür sogar bereit sein, auf einen Teil seines Gehaltes zu verzichten. Derzeit steht eine Leihe im Raum, der Deal hakt aber wohl noch an der Höhe der Kaufoption. Anfang Juni nannte die portugiesische Sportzeitung A Bola hier noch eine Summe von 20 Millionen Euro, die Sporting aber wohl nicht bereit gewesen wäre zu zahlen. Jetzt berichtet die BBC von einer möglichen Kaufoption im Bereich von 18 Millionen.

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Trincão-Wechsel hängt auch von Raphinha und Dembélé ab

Doch selbst wenn sich die beiden Teams in Kürze einig werden sollten, dürfte ein Vollzug des Wechsels auch noch von anderen Parametern abhängen. Zwar arbeiten die Katalanen auf Hochtouren an einer Verpflichtung von Raphinha sowie an einem neuen Vertrag für Ousmane Dembélé, bevor mindestens einer der beiden bei der Blaugrana unterschrieben hat, dürfte Trincão aber noch weiterhin das blau-rote Trainingstrikot tragen – zumindest noch für ein paar Tage.

Bastian Quednau
Schreibt über spanischen Fußball, leidet mit dem FC Schalke 04 und den Jacksonville Jaguars.
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