Araujo will für immer bei Barça bleiben – Kapitän zu werden „wäre ein Segen“

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Nach seiner Vertragsverlängerung beim FC Barcelona sprach Ronald Araujo in einem Interview über den Verhandlungsprozess, die Angebote, die er für Barça ausgeschlagen hat, sein Training unter Xavi sowie die Zukunft der Mannschaft.

Ronald Araujo im Interview: „Hoffe, gesamte Karriere in Barcelona zu verbringen“

Ronald Araujo gab der katalanischen Tageszeitung Mundo Deportivo wenige Tage nach seiner Vertragsverlängerung beim FC Barcelona ein Interview, in dem er über die Verhandlungen, die anderen Angebote sowie seine Karriere bei Barça sprach.

Barças Ronald Araujo…

…über seine Vertragsverlängerung beim FC Barcelona: „Ich bin sehr glücklich, denn es ist das Ergebnis harter Arbeit. Ich hoffe, es ist die erste [von mehreren]. Ich möchte viele Jahre lang hier bleiben. Jeder weiß, wie sehr ich den Klub schätze. Ich freue mich auch sehr über die Unterstützung der Leute und bin dem Verein für seine Bemühungen dankbar. Ich möchte noch viele Jahre hier bleiben und hoffe, dass ich meine gesamte Karriere in Barcelona verbringen kann.“

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…darüber, wie der Verhandlungsprozess für ihn lief: „Sehr ruhig. Die Geräusche kamen von außen. Ich hatte immer die Absicht zu bleiben, und das habe ich meinem Agenten auch gesagt. Die Verhandlungen verliefen sehr gut. Es gab zwei Treffen, dann war alles geklärt.“

…auf die Frage, ob er Anfragen vieler Klubs abgelehnt hatte: „Ich hatte mehrere Angebote von sehr großen Teams. Für mich war immer klar, dass ich bleiben wollte, und ich wollte schnell zu einer Einigung kommen. Ich bin hier sehr glücklich, meine Familie ist in Barcelona sehr glücklich. Ich glaube sehr an das Projekt, das wir haben und an die Mannschaft. Die Dinge laufen gut.“

Araujo stolz: “Riesige Freude, bei diesem Klub verlängern zu können”

Araujo über Vertragsverlängerung bei Barça: „Geld ist nicht das Wichtigste“

…auf die Frage, ob er die finanziell weitaus besseren Angebote ablehnte, weil er sportlichen Aspekten den Vorrang gab: „Geld ist wichtig, aber es ist nicht das Wichtigste. Ich habe anderen Dingen den Vorrang gegeben. Der Grund, warum ich hier bin, ist, dass ich sehr an diesen Verein glaube, der der beste der Welt ist. Es stimmt, dass wir uns in einer Zeit des Umbruchs befinden, in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten, aber wir werden mit Sicherheit wieder zurückkommen. Wir werden mit der Mannschaft, den jungen Leuten und den Veränderungen an der Spitze Großes erreichen. Alles wird sich zum Besseren ändern.“

…über seine Emotionalität bei der Vertragsunterzeichnung im Camp Nou: „Es stimmt, dass alle Fußballer, bevor sie bei einem großen Verein ankommen, immer etwas durchmachen müssen. Wir haben, ohne zu sehr ins Detail zu gehen, sehr schwere Zeiten mit meiner Familie durchgemacht. Dies zu erreichen, ist etwas Großartiges. Ich bin sehr dankbar dafür.“

…über seine Hartnäckigkeit und Beständigkeit: „Ich bin sehr stur, ja. Und ich bin gerne kritisch mit mir selbst. Manchmal gehe ich zu weit, aber wenn ich jetzt in der ersten Mannschaft bin, dann deshalb, weil ich eben so bin. Ich schaue mir die Videos [von meinem Spiel] gerne an und analysiere, was ich gut und was ich falsch gemacht habe. Ich spreche mit den Trainern und lasse mich von ihnen leiten, wenn ich Probleme habe.“

Araujo: „Mit der Ankunft von Xavi änderte sich alles“

…auf die Frage, wer ihm bei Barça am meisten geholfen habe: „Javier García Pimienta [ehemalige rJugendtrainer beim FC Barcelona und bis Sommer 2021 Coach bei Barça B, Anm. d. Red.] und seine Mitarbeiter, als ich zu Barça B kam. Sie waren immer da, um mir zu helfen, mir etwas über Fußball und die ganze Barça-Welt beizubringen. Auch Ramon Planes [bis Ende 2021 Sportdirektor bei Barça, Anm. d. Red.], der mich immer unterstützt hat, wenn ich nicht gespielt habe, wenn es Zweifel gab. Er sagte mir, ich solle weiter arbeiten, ich würde einer der besten Verteidiger werden und es in die erste Mannschaft schaffen.“

…auf die Frage, ob er glaube, dass Barça der Charakter fehle, den Real Madrid gegen Manchester City gezeigt hat: „Nein, ich glaube nicht, dass es uns an Charakter mangelt. Wir machen unsere Arbeit und sie [Real Madrid] verdienen, was sie erreicht haben.“

…über die Situation in der Umkleidekabine: „Es geht uns gut, obwohl die Saison nicht so endete, wie wir es uns gewünscht hatten. Wir müssen als Team bescheiden sein und erkennen, woher wir kommen. Wir hatten einen sehr schlechten Start in der ersten Saisonhälfte und waren auch emotional in einer schlechten Verfassung. Doch mit der Ankunft von Xavi änderte sich alles. Das Team ist gewachsen, wir fühlen uns stark und wir lernen viel. Xavi kam, um uns die Barça-Philosophie zurückzugeben, die in den letzten Jahren verloren gegangen war. Das war sehr wichtig. Wir haben auch gezeigt, wozu wir imstande sind. Wir haben gegen Madrid ein tolles Spiel gemacht, in Napoli und gegen Atlético… Wir können noch mehr erreichen. Es stimmt, dass wir am Ende keine Titel gewinnen konnten, aber wir müssen bescheiden sein und viel Vertrauen in die Arbeit haben, die wir leisten. Ich bin sicher, dass die nächste Saison großartig werden wird.“

Puyol froh über Araujo-Verlängerung

…auf die Frage, wo er sich verbessern kann: „In allem. Ich bin jung, man sollte nie etwas als selbstverständlich ansehen. Ich lerne eine Menge auf technischer Ebene. Seit Xavi da ist, schaue ich mir viele Videos an. Er gibt mir die Richtung vor. Und ich bin glücklich, weil die Dinge gut laufen. Ich schaue mir oft die Statistiken an. Wenn es Raum für Verbesserungen gibt, umso besser.“

…auf die Frage, was Xavi von ihm bei den persönlichen Gesprächen verlangt: „Xavi sagt mir, dass ich immer ich selbst sein soll. Dass ich das Team führen kann. Er gibt mir die Freiheit, jemanden anzuschreien, wenn es nötig ist. Auf technischer Ebene korrigiert er uns. Nicht nur mich, sondern uns alle. Ich bin sehr froh über das, was hier getan wird.“

…auf die Anmerkung, dass Xavi sagte, dass Araujo der Spieler sei, der sich seit Xavis Ankunft Ende Oktober am meisten verbessert habe: „Vor allem die Verbesserung im Umgang mit dem Ball ist immens. Es ist nicht so, dass ich nicht wusste, wie man es macht. Es ist nur so, dass ich es vorher nicht gemacht habe. Wenn Xavi mir sagt, dass ich es schaffen kann, dann glaube ich daran, dass ich es schaffen kann. Aber das gab es vorher nicht, und ich komme aus einer ganz anderen Art des Fußballspielens. Das alles ist ein Lernprozess.“

…auf die Frage, ob er Carles Puyol, mit dem er manchmal verglichen wird, einmal getroffen habe: „Ja, ich habe ihn getroffen und etwas mit ihm hier im Klub unternommen. Er ist Carles Puyol. Er hat eine große Bedeutung für jeden Spieler, für jeden Verteidiger und für diesen Verein. Ich war sehr glücklich. Er hat mir gesagt, dass er froh ist, dass ich hier bleibe und dass ich mit Barça verlängert habe.“

Araujo: „Wäre ein Segen, Barça-Kapitän zu sein“

…auf die Frage, ob er sich vorstellen kann, in Zukunft die Kapitänsbinde bei Barça zu tragen: „Ich arbeite nicht direkt daraufhin. Für mich ist das alles ganz natürlich. Wenn das in Zukunft geschieht, wird es ein großer Segen sein, Kapitän der besten Mannschaft der Welt zu sein.“

…auf die Frage, ob er ein großer Fußballfan sei: „Ja, ich schaue den ganzen Tag lang Fußball. Ich schaue die ganze La Liga, die Premier League, alle Ligen. Ich schaue auch viele uruguayische Fußballspiele.“

…auf die Frage, wie viele Fußballspiele er sich pro Woche ansieht: „Ich weiß es nicht. Wenn ich mit dem Training fertig bin und bereits Spiele laufen, schaue ich sie mir an. Egal we spielt.“

Weltmeisterschaft mit Uruguay „ein wahr gewordener Traum“ für Araujo

…auf die Frage, ob er sich auch die Heimspiele von anderen Barça-Mannschaften ansehe: „Ja, ich gehe ins Estadi Johan Cruyff und verfolge die B-Mannschaft von Barça. Ich verfolge auch die Frauenmannschaft, die sich sehr gut schlägt, das Stadion füllt und sich für das Finale der Champions League qualifiziert hat. Und auch Futsal, weil ich dort einige Freunde habe. Die Wahrheit ist, dass ich mir alle Sportarten gerne anschaue und verfolge.“

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…über seine erste Weltmeisterschaft mit Uruguay: „Es ist eine großartige Sache, mein Land bei einer Weltmeisterschaft vertreten zu dürfen. Das ist ein wahr gewordener Traum. Als Kind habe ich immer davon geträumt, zuerst in die Nationalmannschaft zu kommen und dann bei einer Weltmeisterschaft zu spielen. Ich hoffe, dass dies geschieht. Ich bin auch glücklich, weil wir ein tolles Team mit einer guten Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern haben.“

Bastian Quednau
Schreibt über spanischen Fußball, leidet mit dem FC Schalke 04 und den Jacksonville Jaguars.

7 Kommentare

  1. Grande Araujo! Mein Lieblingsspieler! Er hat alles, um unser Kapitän zu werden! Jetzt muss er den nächsten Schritt machen!

    Kleines Offtopic Thema:
    Marcos Alonso ist unsere Nummer 1 auf LV und Azpilicueta auf RV! Da krieg ich die Krise. Wären beide ablösefrei, würde ich ja noch sagen ist ok, Erfahrung zu nem guten Preis und wir verschieben die Suche um eine Saison. Aber so kosten uns die beiden am Ende 15-20 Millionen und bringen uns nicht weiter. Alles über 3-4 Millionen Ablöse für diese Spieler ist meines Erachtens zu viel!

    Zudem scheinen wir bei Raphinha ernst zu machen. Toller Spieler, den ich bei Abstieg von Leeds zu 100% holen würde!!! Hoffen wir also, dass Leeds runter muss! Ansonsten wäre er mir aber zu teuer!

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