Koeman über Zukunft bei Barça: „Bin Realist, kein Opportunist“

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Auf der Pressekonferenz vor dem Ligaspiel des FC Barcelona gegen den FC Granada musste sich Ronald Koeman einigen Fragen rund um seine Zukunft stellen. Er präsentierte sich kämpferisch und gab auch eine klare Antwort auf die Frage, ob er es bereue, bei den Katalanen als Trainer unterschrieben zu haben. Auf den Ersatz des verletzten Jordi Alba wollte er sich im Vorfeld der Partie noch nicht festlegen. Derweil steht Philippe Coutinho gegen Granada vor einem Einsatz von Anfang an.

Ronald Koeman auf der Pressekonferenz…

…über den Gegner FC Granada: „Sie haben sich [im Vergleich zur letzten Saison] nicht sehr verändert. Jeder Trainer hat seine eigenen Vorstellungen, aber sie haben mit ihrem 4-3-3 ein klares System und spielen schnell nach vorne. Ihre Spieler agieren mit dem Selbstvertrauen aus der starken letzten Spielzeit. Morgen spielen wir aber zu Hause mit der Unterstützung der Zuschauer – insofern kann man die Partie nicht mit der aus der letzten Saison vergleichen [Barça verlor im Camp Nou gegen Granada mit 1:2, Anm. d. Red.]. Wir sind in der Lage, jedes Spiel zu gewinnen, aber wir müssen gut verteidigen. Wir müssen offensiv spielen und effektiv sein.“

…über die Spekulationen um einen möglichen Trainerwechsel: „Vieles hängt hier von den Ergebnissen ab, aber es werden Dinge auch oft übertrieben und schlimmer dargestellt, als sie sind. Es gibt einige Veränderungen in der Mannschaft – dazu kommen Verletzungen und wir haben sehr viele junge Spieler. Personen mit Ahnung werden sicher sagen, dass diese Veränderungen Zeit benötigen, aber unter dem Strich zählt nur, dass wir Spiele gewinnen. Man kann die Dinge nicht in zwei Tagen ändern. Gerade die älteren Spieler sind realistisch und denken dasselbe wie ich. Es kann nicht sein, dass ich vor dem Spiel gegen Bayern Fragen gestellt bekomme, ob und wann ich nun verlängern werde und jetzt gefragt werde, ob ich Angst um meine Zukunft habe. Für morgen ist nur wichtig, dass wir die Energie auf den Platz bringen, um das Spiel zu gewinnen.“

…auf die Frage, ob er die Rückendeckung durch die Vereinsverantwortlichen hat: „Unser Präsident hat sich neulich dazu geäußert und es ist nicht nötig, das zu wiederholen. Ich bin eher ein Realist als ein Opportunist. Vor einem Jahr verlor Barça gegen Bayern mit 2:8 und spielte mit Messi, Griezmann und Suárez – diesmal standen zum Ende des Spiels Mingueza, Araújo, Balde, Pedri, Gavi und Demir auf dem Platz, und wir alle warten auf die Rückkehr von Ansu Fati. Ich habe keine Angst um meine Zukunft. Letztendlich entscheidet das der Verein und der Präsident.“

…über die negative Berichterstattung rund um seine Person: „Jeder hat ein Recht auf seine eigene Meinung. Sicherlich gibt es Menschen, die für oder gegen Ronald Koeman sind. Es gibt Personen, die wollen, dass ich weitermache und es gibt solche, die sich einen anderen Trainer wünschen. Ich möchte dazu nichts sagen – das wird immer so sein.“

…auf die Frage, ob er es bereut, bei Barça als Trainer unterschrieben zu haben: „Nein, nein. Wir wollen alle das Beste für den Verein. Ich wusste um die Schwierigkeit der Aufgabe und war sehr daran interessiert, Trainer dieses Klubs zu werden. Ich hatte das Gefühl, dass es ein komplizierter Zeitpunkt war mit all den wirtschaftlichen und klubinternen Problemen. Ich werde kämpfen und ich will gewinnen – ich möchte ein Teil hiervon sein.“

…über Ansu Fati: „Trotz seines jungen Alters hat Ansu seine Qualität als Spieler schon bewiesen und einige Tore erzielt. Wir können noch keinen Zeitpunkt nennen, zu dem er zurückkehren wird, aber er trainiert bereits mit der Mannschaft. Es kann vielleicht eine Woche dauern, vielleicht auch zehn Tage. Wir wissen, dass uns in der Offensive etwas fehlt und wenn Ansu ein paar Minuten spielen kann, wäre das wichtig für uns. Er ist ein großartiger Spieler.“

…über den Stand bei Sergio Agüero und Philippe Coutinho: „Kun absolviert sein Reha-Programm und wird uns noch eine Weile fehlen. Coutinho hat neulich nach seiner Einwechslung einen guten Eindruck hinterlassen und wir werden entscheiden, ob er von Beginn an spielen kann. Er kann sicher noch nicht 90 Minuten absolvieren. Wir müssen die beste Entscheidung für die Mannschaft und für Philippe treffen.“

…auf die Frage, ob er zum 4-3-3-System zurückkehren wird: „Es gibt verschiedene Systeme, um erfolgreich zu sein. Unser Grundsystem ist das 4-3-3, aber wenn man zwei Stürmer und sehr viele Innenverteidiger zur Verfügung hat, muss man sich anpassen. Wenn wir offensiver gespielt hätten, wäre die Niederlage [gegen Bayern] höher ausgefallen.“

…über die aktuelle Rolle von Riqui Puig: „Er muss sich in vielen Bereichen verbessern. Letztes Mal hat er sich aufgewärmt und hatte die Chance, eingewechselt zu werden, aber ich musste wegen der Verletzung von Jordi Alba anders auswechseln. Er muss weiter an sich arbeiten wie jeder junge Spieler.“

…über Alex Baldes Chancen auf einen Einsatz in der Startelf: „Er hat sich gegen Bayern sehr gut eingebracht, mit viel Qualität und Energie. Dest hat auch schon auf der linken Seite gespielt und auch Mingueza kam bei Barça B auf dieser Position schon zum Einsatz. Natürlich würde ich grundsätzlich einen gelernten linken Verteidiger bevorzugen, man muss sich aber darüber im Klaren sein, dass er noch ein sehr junger Spieler ist, aber ich hätte keine Sorge, Balde von Beginn an aufzustellen.“

…über die Einsatzzeiten der jüngeren Spieler: „Ich habe keine Angst davor, einen jungen Spieler einzusetzen, aber es ist nicht gut, gleich sechs Spieler einzusetzen. Ich kann heute nicht sagen, wann sie mehr Spiele bekommen werden. Wenn es ein Spieler wie Pedri ist, dann ist er nicht aufzuhalten und muss spielen. Es hängt von vielen Faktoren ab.“


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