PK | Barjuan schlägt wegen Verletzungsmisere Alarm: „Wir spielen mit Kindern!“

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Sergi Barjuan bedauert den verspielten Sieg bei Celta Vigo. Der Interimstrainer des FC Barcelona sieht in der Verletzungsmisere, die nun noch größere Ausmaße annimmt, einen Grund für das Ergebnis und appelliert, es müsse eine Lösung her.

Sein kurzes Abenteuer als Interimscoach endet ernüchternd: Sergi Barjuan sieht, wie sein FC Barcelona gegen Celta Vigo das Heft des Handelns in die Hand nimmt, nach 34 Minuten 3:0 führt. Nach dem Seitenwechsel nimmt das Debakel dann seinen Lauf, die Blaugrana verspielt ihre Führung, erzielt nur ein 3:3.

Nach zwei Unentschieden in La Liga und einem knappen 1:0-Sieg in der Champions League bei Dynamo Kiew reicht der 49-Jährige das Zepter nun an Neu-Chefcoach Xavi weiter. Den erneuten Patzer in der Primera División bedauert er zutiefst.

Sergi Barjuan…

…über das 3:3 nach 3:0-Führung: „In der ersten Halbzeit haben wir es sehr gut gemacht. Es ist ein Jammer. Wir müssen mit unserem Spielstil in der ersten Halbzeit verbleiben. Man muss sich anschauen, was in der zweiten Halbzeit passiert ist und nach Lösungen suchen.“

…über die drei verletzungsbedingen Wechsel während der Partie: „Es ist keine Ausrede, aber in jeder Partie verletzten sich neue Spieler. Wenn wir positiv eingestellt sind und die Spieler beisammen haben, sind wir ein Team, das um mehr kämpfen kann. Wenn du drei Wechsel vornehmen musst, allesamt verletzungsbedingt, dann musst du das taktische System verändern. Es dient nicht als Ausrede, aber es ist wahr, dass es einen Einfluss nimmt auf die Leistung am Ende. In der zweiten Halbzeit waren wir nicht in der Lage, nach vorne zu agieren. Die Spieler wussten nicht, wie sie sich beim Pressing positionieren sollten. Es lief nicht so, wie wir es wollten. Daraus müssen wir lernen.“

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…über seine Zeit als Interimstrainer: „Es wäre für mich ein sehr wichtiger Sieg gewesen. Es ist klar, dass ein Nachgeschmack bleibt, aber grundsätzlich bin ich zufrieden.“

…über die Misere mit den vielen Ausfällen: „Es ist sehr seltsam und es wäre schön zu wissen, woran das liegt um nach Lösungen zu suchen, damit sie nicht weiter auftreten. Was die Verletzungen betrifft, gibt es viele Probleme. Es ist keine Ausrede, aber wichtig für die Zukunft. Wenn du auf das Team schaust, siehst du, dass du mit Kindern spielst. Es ist schwer, alles zu bewerten, wenn du so viele Verletzte hast. Es waren bei uns acht Spieler und seit heute sind es drei weitere.“

…über die vermeintlich Lustlos-Einstellung von Philippe Coutinho – manchen Berichten zufolge wollte der Brasilianer nicht eingewechselt werden: „Ich habe nichts bemerkt. Die Partie hat mir viel Konzentration abverlangt. In den zehn Tagen habe ich versucht, dass jeder ein Feeling zu und mit mir hatte. Ich treffe Entscheidungen und er hat nicht gespielt.“

Filip Knopp
Redakteur und Sportjournalist
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