PK | „Muss daraus lernen“: Koeman zeigt Reue – Fati „spielt maximal 15 Minuten“

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Ronald Koeman gesteht nach seinem Platzverweis gegen den FC Cádiz und der daraus resultierenden Zwei-Spiele-Sperre Fehler ein. Dass medial bereits Nachfolger gehandelt werden, kümmert den Trainer des FC Barcelona nicht. Das Kader-Comeback von Ansu Fati freut Koeman, die Kritik am engen Terminplan unterstützt er.

Diesmal durften sie wieder, die Journalisten. Anders als noch im Vorfeld des Duells mit dem FC Cádiz hat Ronald Koeman den Pressevertretern am Samstagmittag gestattet, Fragen an ihn zu richten. Die Pressekonferenz mit dem Niederländer vor dem siebten Spieltag gegen UD Levante (Sonntag, 16:15 Uhr, live im Ticker bei Barçawelt).

Ronald Koeman…

…über seine kuriose Statement-PK von Mittwoch und den Austausch mit dem Klub seit dem 0:0-Patzer in Cádiz: „Seit diesem Tag ist nichts passiert. Wir haben im Flugzeug über das Spiel gegen Cádiz geredet, und damit hat es sich. Mehr gibt es nicht. Der Präsident ist der wichtigste Mann im Klub, er kann reden, seine Meinung abgeben. Ich habe keinerlei Problem. Ich muss mich auf die Arbeit konzentrieren und Spiele gewinnen. Was darüber hinaus ist, interessiert mich nicht.“

…über die Spekulationen um mögliche Nachfolger auf der Trainerbank: „Ich kann nicht viel über dieses Thema sagen, denn ich lese die Presse schon seit einiger Zeit nicht mehr so sehr. Ich weiß, was los ist, ich kenne die Gerüchte, die im Umlauf sind. Wir müssen einfach nur die Spiele gewinnen. Ich weiß, dass es Gerüchte gibt und Namen genannt werden. Es ist eure Arbeit. Ich stecke meine Energie dort rein, was ich kontrollieren kann und verliere keine Energie bei Dingen, die ich nicht kontrollieren kann.“

…über seine Sperre gegen Levante und Atlético nach seinem Platzverweis in Cádiz: „Ich wäre natürlich gerne dabei, vor allem in schweren Momenten. Wir müssen zusammenstehen und brauchen drei Punkte, denn gewonnene Spiele geben uns mehr Ruhe. Ich habe genug Argumente, mich über dieses Thema zu beschweren, was ich aber nicht tun will. Man muss es akzeptieren, vor allem soll es sich nicht wiederholen. Es ist schwer, denn es gibt Dinge im Spiel, mit denen du nicht einverstanden bist. Es gibt Momente, in denen wir uns beschweren können. Aber damit gewinnt man nichts. Ich muss daraus lernen, ruhiger sein, an die Mannschaft und an das Spiel denken. Ich bin aber auch nur ein Mensch und es gibt Momente, in denen es schwer ist, Entscheidungen zu akzeptieren, wie es der Fall war. Aber wie gesagt: Lieber nicht darauf eingehen, denn ich kann das nicht ändern.“

…über die Kader-Rückkehr von Ansu Fati: „Die Rückkehr von Ansu ist eine großartige Nachricht. Er wird maximal 15 Minuten spielen. Wir wollen nicht voreilig sein, ihn nicht überlasten. Hoffentlich können wir diesem Plan folgen. Es fehlt noch viel, dass er dort hinkommt, wo er war. Die Zeit, die Ansu außen vor war, kann man nicht in zwei Spielen oder in zwei Wochen aufholen. Wir müssen aufmerksam sein und dem Spieler helfen. Wenn er Mitte November in perfekter Verfassung sein wird und ein komplettes Spiel machen kann, dann ist es Mitte November so. Wenn es drei, vier Wochen zuvor der Fall sein kann, dann drei, vier Wochen zuvor. Es wird von seinem Zustand abhängen.“

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…über die Kritik von Gerard Piqué an dem zu engen Terminplan: „Ich bin natürlich seiner Meinung und finde es sehr gut, dass sich die Spieler deswegen beschweren. Wir sprechen von Spielern, die alle Spiele bestreiten und Reisen antreten müssen. Es ist sehr gut, dass jemand darüber spricht, wie Gerard und Sergi Roberto in dem Fall. Es ist wichtig. Nach unserer Rückkehr aus Cádiz sind es praktisch nur 48 Stunden bis zum Spiel am Sonntagnachmittag. Von daher verstehe ich das und finde es gut, dass die Spieler sich selbst verteidigen und nicht der Trainer das immer sagen muss.“

…über den 17-jährigen Gavi, der in Cádiz von Beginn an spielte: „Es gibt sehr gute junge Spieler mit einer großartigen Zukunft. Es kann sein, dass Gavi morgen spielt, das ist eine Möglichkeit. Uns stehen nur 17 Feldspieler zur Verfügung, dabei haben wir für die Innenverteidigung zu genüge Spieler und für andere Positionen fast niemanden. Wir sind vorne sehr limitiert. Gavi ist ein junger Spieler, der in sehr kurzer Zeit bewiesen hat, einen Platz in dieser Mannschaft zu haben.“

…über von seiner Seite (zurückhaltend) und von Spieler-Seite (titelhungrig) unterschiedliche Aussagen hinsichtlich der Ambitionen in dieser Saison: „Jeder Spieler und jeder Trainer will Titel gewinnen. Da gibt es keine Meinungsverschiedenheiten. Ich habe mit ihnen gesprochen und ganz generell stimmen sie dem zu.“

…über die aktuelle Schwäche im Angriff: „Ich denke, es gibt Spieler, die Effektivität in ihrem Spiel haben. In der letzten Partie zum Beispiel fühlte sich Memphis Depay sehr verantwortlich dafür, dass er nicht getroffen hat, um das Spiel zu gewinnen. Er darf bei diesem Thema nicht so versessen sein. Er muss spielen, wie er spielt und versuchen zu treffen. Gegen Cádiz haben wir vier, fünf sehr klare Chancen kreiert. Es geht darum, diese Effektivität zu suchen, wir müssen aber auch wissen, dass wir Spieler brauchen, die mehr Torgefahr besitzen. Uns fehlen Flügelspieler. Wir tun uns schwer, Chancen zu kreieren. Wir brauchen Spieler für das Eins-gegen-Eins und mit Geschwindigkeit. Wir haben in der letzten Zeit Spieler verloren, die diese Effektivität hatten. Das darf man nicht vergessen. Zum Wohle des Klubs habe ich Abgänge akzeptiert.“

Filip Knopp
Redakteur und Sportjournalist

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