PK | Rüdiger zu Barça? Xavi schweigt – und drängt bei Duo auf Verlängerung

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Xavi drängt darauf, dass der FC Barcelona die Verträge mit Gavi und Ronald Araújo verlängert. Zu Antonio Rüdiger, der mit einem Barça-Wechsel in Verbindung gebracht wird, will sich der Trainer nicht äußern. Dem Team vermittelt er nach dem Clásico-Triumph: bloß nicht nachlassen.

Muss jetzt auch der FC Sevilla dran glauben? Nach dem 4:0 bei Real Madrid und der Unterbrechung des Vereinsfußballs durch die Nationalmannschaft tritt der FC Barcelona in La Liga nun gleich zum nächsten Top-Duell an.

Mit einem Erfolg am Sonntagabend im Camp Nou (21 Uhr, im Barçawelt-Liveticker) würden die Katalanen die Andalusier vom zweiten Tabellenplatz verdrängen. Im Vorfeld des 30. Spieltags stellte sich Xavi am Samstagmittag bei der Pressekonferenz den Fragen der Journalisten.

Vor FC Barcelona – FC Sevilla: Xavi bei der Pressekonferenz…

…über das Duell mit Sevilla: „Es ist für uns ein weiteres Finale, eine Feuerprobe. Es besteht die Chance, nach einer Etappe mit sehr guten Ergebnissen den zweiten Platz zu übernehmen und wieder mal zu bestätigen, dass wir auf einem guten Weg sind und gut arbeiten. Im Bernabéu haben wir gezeigt, dass wir mit jeder Mannschaft mithalten können. Wir treffen auf ein starkes Sevilla mit einem Trainer (Julen Lopetegui; d. Red.), den ich bewundere, den ich respektiere. Sevilla leistet großartige Arbeit und tätigt gute Verpflichtungen. Sevilla ist gerade nicht in seiner besten Form, aber ein sehr starkes Team. Es spielt eine großartige Saison.“

…über Real Madrid, das mehrmals patzen muss, damit Barca noch eine realistische Meisterchance hat: „Wir verfolgen das, was heute im Balaídos passiert (Real spielt bei Celta Vigo; d. Red.), aufmerksam. Aber ich bevorzuge es, mich auf uns zu konzentrieren. Wenn es gute Nachrichten gibt, werden sie uns morgen als zusätzliche Motivation dienen.“

…über die restliche Saison: „Das primäre Ziel ist, uns für die Champions League zu qualifizieren. Als ich kam, waren wir in einer sehr schwierigen Situation. Die Message an die Mannschaft ist klar: Der Sieg im Bernabéu reichte nur für drei Punkte, wir dürfen nicht nachlassen. Morgen geht es um drei weitere Punkte. Wir wollen in der Liga so hoch wie möglich stehen und versuchen, die Europa League zu gewinnen.“

…über die Länderspielpause als möglichen Nachteil für Barça: „Ich weiß es nicht. Wir haben viele Spieler, die keine Pause hatten, die bei ihren Nationalmannschaften waren 65 Prozent unserer Spieler haben körperlich nicht pausiert. Mental hat es uns gutgetan, einige Tage zu pausieren, abzuschalten. Die Monate Januar, Februar und März waren sehr anstrengend, von daher hat es uns gutgetan. Aber wir werden morgen sehen, ob wir mit der gleichen Intensität, dem gleichen Rhythmus, der gleichen Ballzirkulation auftreten. Bei dem, was ich im Training sehe, bin ich zuversichtlich. Die Spieler haben große Lust darauf, die Dinge weiterhin gut zu bewältigen. In anderthalb Monaten geht es für uns jetzt um alles. Wir müssen die Zähne zusammenbeißen.“

…über seine Stammelf und mögliche Rotationen gegen Sevilla: „Heutzutage ist es schwer, über eine Stammelf zu reden. Es gibt viele sehr wichtige Spieler, das sind nicht nur elf – das ist auch das Gute, wenn man Barcelona trainiert. Viele Spieler verdienen es sich. Wenn ich das Training sehe, verdienen es sich alle. Wir haben am Donnerstag, dann nächsten Sonntag und dann wieder am darauffolgenden Donnerstag Spiele, da sind Rotationen fast schon halb verpflichtend.“

…über Ansu Fati und dessen bevorstehende Rückkehr: „Es wird ein wenig von ihm selbst abhängen, von seinem Gefühl, von den Trainingseinheiten. Er hat damit diese Woche angefangen, drei-, viermal trainiert. Er macht auf mich einen glücklichen Eindruck.“

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…über die momentane Ruhe bei Barça: „Hier gibt es keine ruhigen Tage. Das ist Barça und es ist normal – es gibt Kritik, Meinungen, fast täglich Urteile. Ich verstehe es, ich kenne den Verein und weiß, wo ich bin. Hier herrscht eine angespannte Ruhe. Wir spielen um eine Menge.“

…über sein als „Xavineta“ bezeichnetes Spiel bei Barça: „Ich finde es lustig. Ich glaube, ich habe Sinn für Humor und vertrage es gut. Wenn die Witze positiv sind, sind sie willkommen. Solange es respektvoll ist, müssen wir Humor gut aufnehmen.“

…über Ronald Araújo und Gavi, deren Verträge Mitte 2023 auslaufen: „Sie sind sehr wichtig. Der Klub darf keinen der beiden verlieren. Sie sind die Gegenwart und Zukunft des Klubs, herausragende Fußballer für unseren Spielstil. Ich denke, ihre Vertragsverlängerungen sind eine Frage der Zeit. Ich bin optimistisch. Ich möchte glauben, dass beide bleiben und eine Einigung mit dem Klub erzielen werden.“

…über eine mögliche ablösefreie Verpflichtung von Chelsea-Innenverteidiger Antonio Rüdiger: „Ich werde nicht über Verpflichtungen reden. Für uns geht es in der Saisonphase jetzt um viel. Ich verstehe das Interesse, das ihr habt, über Namen zu reden. Wir konzentrieren uns aber auf die Saison. Was ich sagen kann: Der Klub arbeitet an der nächsten Saison, ja.“

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…über Ousmane Dembélé und dessen wieder mögliche Vertragsverlängerung: „Ousmane macht auf mich einen sehr glücklichen Eindruck und er ist engagiert. Ich habe auf professioneller Ebene keinerlei Beschwerden, keine einzige. Es wird von ihm und dem Klub abhängen. Die Frage muss man dem Spieler stellen. Für mich ist es klar: Wenn er gut arbeitet, kann er auf der Welt der beste Spieler auf seiner Position sein und den Unterschied ausmachen. Das denke ich weiterhin. Bei der Art und Weise, wie ich spielen lassen will, ist er sehr gut. Er weiß schon, was hier für ein Projekt verfolgt wird.“

…über Sergio Busquets und dessen Nachfolger in der Zukunft: „Ich denke, ihm bleibt noch Zeit auf dem höchsten Niveau und mit diesem Spielstil können wir noch viel aus ihm herausholen. Frenkie oder Nico, auch wenn ich ihn eher auf der Halbposition sehe, können auf seiner Position spielen, aber er ist unersetzlich.“

…über eine mögliche Rückkehr von Gerard Piqué in die spanische Nationalmannschaft: „Das ist eine Frage, die man Luis Enrique stellen muss. Er ist ein großartiger Trainer, hat sehr klare Ideen. Er wird entscheiden und hat eine Menge Optionen. Ich bin erfreut, Gerard zu haben. Er zeigt Leistungen auf einem sehr hohen Niveau. Ich entscheide hier, nicht bei der Nationalmannschaft.“

Filip Knopp
Redakteur und Sportjournalist mit großem Fokus auf Spaniens La Liga.
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