Vorschau | Barcelona vs. Atlético: Mit neuem Sturm-Trio Richtung Platz vier?

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Am 23. Spieltag kommt es in LaLiga zum direkten Konkurrentenduell zwischen dem fünftplatzierten FC Barcelona und dem viertplatzierten Atlético Madrid. Ousmane Dembélé könnte wieder zum Einsatz kommen, daneben stehen die Neuzugänge Pierre-Emerick Aubameyang und Adama Traoré vor ihren Debüts. Die Vorschau zum Top-Spiel.

LaLiga, Vorschau: FC Barcelona vs. Atlético Madrid

Zwei Wochen waren in LaLiga Spielpause, nun steht für den FC Barcelona gegen Atlético Madrid (Sonntag, 16:15 Uhr, live im Ticker auf Barçawelt) eine äußerst bedeutsame Partie an. Mit einem Sieg gegen die Madrilenen könnte die Blaugrana nämlich auf Tabellenplatz vier vorrücken.

Damit dies gelingt, soll es für Barça im Camp Nou deutlich besser laufen als in der Hinserie im Wanda Metropolitano, wo die Rojiblancos dank Tore von Thomas Lemar und Barcelonas Ex-Stürmer Luis Suárez mit 2:0 siegten.

Gegen den amtierenden spanischen Meister verloren die Katalanen drei der letzten fünf Pflichtspiele und holten ansonsten nur zweimal einen Punkt, in den vergangenen drei Duellen erzielte Barça nichtmal einen Treffer. Allerdings lässt sich auf der Heimbilanz gegen den Hauptstadtklub aufbauen. Vor heimischem Publikum verlor Barça keine der vergangenen 15 LaLiga-Partien gegen Atlético (zehn Siege, fünf Remis). Diese Serie soll sich am Sonntagnachmittag fortsetzen, es ist sogar möglich, dass das Camp Nou ausverkauft ist.

„Wir spielen zu Hause und haben daher die Unterstützung der Fans hinter uns. Wir wollen zeigen, dass wir gut trainiert haben, dass wir uns stark fühlen und konkurrenzfähig sind“, sagte Barcelonas Chefcoach Xavi Hernández im Vorfeld und betonte, es gehe um drei besonders wichtige Zähler: Vor dem Aufeinandertreffen trennt Atlético (36 Punkte) und Barça (35) nämlich nur ein Punkt.

Dembélé wird plötzlich wieder zur Option

Damit der FC Barcelona gegen Atlético als Sieger vom Platz geht, könnte überraschend Ousmane Dembélé helfen, seiner Mannschaft den Erfolg zu bescheren. Nach seiner geplatzten Verlängerung des im Sommer auslaufenden Vertrags strich Xavi den Franzosen für die vergangenen beiden Pflichtspiele aus dem Kader. Gegen die Madrilenen kehrt der 24-Jährige aber wieder zurück ins Aufgebot.

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Es sei „das Beste für die Mannschaft“, begründete Xavi die Entscheidung und erklärte dies damit, dass der Flügelflitzer seinen Teil dazu beitragen könne, damit Barça die verbleibenden Saisonziele erreicht. Gewonnen hat der Weltmeister von 2018 gegen die Colchoneros aber noch nie, dafür zweimal Remis gespielt und einmal verloren. Seinen einzigen Treffer gegen Atlético markierte er am 13. Spieltag der LaLiga-Saison 2018/19 (1:1).

Ob Dembélé gegen die Madrilenen in der Startformationen stehen wird, gilt es indes abzuwarten. Ebenso ist unklar, was in den kommenden Wochen und Monaten mit dem Offensivspieler geschieht. Xavi ist sich beim bis dato verlängerungsunwilligen Akteur jedenfalls sicher: „Wir glauben, dass es das Beste für die Mannschaft ist, wenn er ein normaler Bestandteil des Kaders ist.“

Starten Aubameyang und Traoré?

Zum Kader für den 23. Spieltag gehören derweil auch die Neuzugänge Pierre-Emerick Aubameyang und Adama Traoré, während die verletzten Memphis Depay (Achillessehnenprobleme), Ansu Fati (Muskelverletzung), Clement Lenglet (Muskelverletzung), Eric García (Aufbautraining nach Muskelverletzung) und Sergi Roberto (Reha nach Muskelverletzung) nicht einsatzfähig sind.

Durchaus möglich, dass Xavi gegen Atlético mindestens einen der Neuen starten lässt. Der Übungsleiter der Katalanen meinte dahingehend: „Beide haben gut trainiert. Vielleicht ist Adama in einer besseren körperlichen Verfassung. Aubameyang hat sich schließlich erst von seiner COVID-Erkrankung erholt.“ Von den Neuzugängen zeigte sich der 42-jährige Fußballlehrer angetan und betonte, sie seien „Verstärkungen, die uns in der Offensive weitere Möglichkeiten geben. Es wird schwieriger für die gegnerische Verteidigung“.

Auch Atlético hat sich verstärkt, doch Simeone steht unter Druck

Die Defensive der Colchoneros könnten Xavi und Barça genau als Schwachstelle des Gegners ausmachen. Nach 21 gespielten Liga-Partien verzeichnet Atlético bereits 26 Gegentore (Barça 23) und damit so viele wie keine andere Mannschaft der aktuellen Tabellenplätze eins bis neun. Auf den Außenverteidiger-Positionen haben die Rojiblancos immerhin vor Ende des Transferfensters nachgerüstet, für die linke Seite Reinildo Mandava aus Lille verpflichtet und auf rechts den Abgang von Kieran Trippier gen Newcastle United durch die Verpflichtung von Daniel Wass vom FC Valencia kompensiert.

Atlético gegen Barça ohne verletzten Antoine Griezmann

Beim amtierenden Meister fallen derweil Marcos Llorente und Geoffrey Kondogbia aus, da sie noch nicht bei 100 Prozent sind. Für Antoine Griezmann kommt ein Duell mit Barça, das ihn inklusive Kaufoption an Atlético verliehen hat, ebenfalls zu einem ungelegenen Zeitpunkt. Der französische Angreifer laboriert an einer Muskelverletzung, nahm daher nicht am Abschlusstraining teil und verpasst so das Wiedersehen im Camp Nou. Für Torgefahr bei den Gästen könnte unterdessen Suárez sorgen. Der 35-Jährige, zwischen 2014 und 2020 bei den Katalanen unter Vertrag, ist in LaLiga mit sieben Toren hinter Ángel Correa (acht) der gefährlichste Torjäger der Gäste. Daneben sicher bei Atlético stürmen wird João Félix, das kündigte Trainer Diego Simeone bereits auf der Pressekonferenz an.

Letzterer steht in Barcelona am Sonntag unter Zugzwang. Der Argentinier erlebt als Atlético-Coach bislang seine schwächste Saison: wettbewerbsübergreifend wurden zehn von 30 Spielen bereits verloren, in der Copa del Rey schied man im Achtelfinale gegen Real Sociedad aus und verlor im Supercopa-Halbfinale gegen Athletic. Außerdem wartet der 51-Jährige mit seiner Truppe bislang nach wie vor auf einen Sieg im Camp Nou. Während Xavi erstmals als Trainer gegen Atlético antritt, steht Simeone insgesamt bei fünf Siegen, elf Remis und 15 Niederlagen aus 31 Duellen mit Barça. Ob der Camp-Nou-Fluch des Atlético-Coaches ausgerechnet am 23. Spieltag der aktuellen Saison ein Ende findet? Dagegen dürften die Hausherren mit allen Mitteln etwas einzuwenden haben.

Adrian Kühnel
Sportjournalist mit Schwerpunkt auf dem spanischen Fußball.

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