Vorschau | Personalgeschwächtes Barça gastiert bei Heimmacht Rayo Vallecano

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Der FC Barcelona gastiert am Mittwoch am 11. Spieltag La Ligas beim heimstarken Rayo Vallecano. Während Barça auf einen weiteren Stammspieler verzichten muss, scheint es unklar zu sein, wer in der Offensive von Beginn an auf dem Rasen stehen wird. Die Vorschau zu Rayo Vallecano vs. FC Barcelona.

Der FC Barcelona gastiert im Rahmen der englischen Woche in LaLiga am Mittwoch (19 Uhr, live im Ticker auf Barçawelt.de) bei Rayo Vallecano im Estadio de Vallecas. Ronald Koeman muss dabei auf gleich zwei Spieler seines bevorzugten Mittelfeldtrios verzichten; andere Akteure wittern hier die Chance, Eigenwerbung zu betreiben.

Barça ohne Pedri und Frenkie de Jong – Wer darf sich beweisen?

Neben Pedri, der im Aufbautraining einen Rückschlag erlitten hat, fehlt dem FC Barcelona gegen Rayo Vallecano nun ein weiterer etablierter Mittelfeldspieler. Denn wie der Verein nach dem Clásico bestätigte, erlitt Frenkie de Jong eine Oberschenkelzerrung. Die Verletzung des Niederländers, der gegen Real Madrid die von ihm gewohnte Dynamik vermissen ließ, lässt nun Spekulationen darüber offen, wer ihn am Mittwochabend vertritt.

Eine von Koeman gerne gezogene Option bleibt Sergi Roberto. Vor allem in den jüngsten Spielen brachte ihn Koeman immer wieder von der Bank; zu gering jedoch bisher der Ertrag, der daraus sprang.

Kommt Nico Gonzalez gegen Rayo Vallecano zum Zuge?

Einsatzzeiten im zentralen Mittelfeld hat in dieser Saison Nico Gonzalez vorzuweisen. Der 19-Jährige schnupperte in dieser Saison bereits mehrmals an Startelfeinsätzen im zentralen Mittelfeld und kam gegen Levante sogar auf 90 Minuten Spielzeit. Bei einem möglichen Startelfeinsatz des ausgebildeten Sechsers stellt wohl nur die Absprache mit Sergio Busquets bezüglich der Raumaufteilung eine Hürde dar.

Deutlich weniger Spielpraxis hat Riqui Puig als weitere Option zu verzeichnen. Auch in Koemans zweiter Saison als Übungsleiter bei Barça scheint es für den 22-jährigen Mittelfeldspieler keine Chance auf einen Stammplatz bei seinem Ausbildungsverein zu geben und auch die Worte seines Trainers auf der Pressekonferenz vor der Partie dürfte dem La-Masia-Sprössling wenig Hoffnung auf einen Einsatz von Beginn an machen: „Für Riqui Puig ist die Konkurrenz sehr groß und wir wählen das Beste für die Mannschaft“, ließ der ehemalige Bondscoach die Journalisten wortkarg wissen. Ein Platz im Team klingt eher anders.

Doch nicht nur im zentralen Mittelfeld ist es unklar, wer am Mittwoch um 19 auf dem Platz stehen wird.

Agüero als Kandidat für die Startelf? – Ansu Fati fällt aus

Sergio Agüero scheint sich beim FC Barcelona immer mehr in den Fokus zu spielen. Der Treffer des Sommerneuzugangs in der Nachspielzeit des Clásicos darf als ein Lichtblick im Spiel gegen die Blancos gesehen werden, auch wenn es sich schlussendlich lediglich um Ergebniskosmetik handelte.

Nachdem Luuk de Jong das von Koeman in ihn gesteckte Vertrauen noch nicht durch überzeugende Leistungen zurückzahlte, könnte ein erster Startelfeinsatz in einem Pflichtspiel für ‚Kun‘ Agüero unmittelbar bevorstehen. Auch wenn es aktuell für den von einer Verletzung zurückkommenden Argentinier noch nicht für die komplette Spieldistanz reicht, schloss Koeman ein Debüt in der Startformation nicht aus: „Er ist in der Verfassung, von Anfang an zu spielen oder in der zweiten Halbzeit eingewechselt zu werden“, so der 58-Jährige auf der PK am Dienstag.

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Ansu Fatis Ausfall die Chance von Philippe Coutinho?

Zudem muss Koeman auch im Sturm improvisieren, denn Ansu Fati reiste am Mittwochmorgen wegen Kniebeschwerden nicht mit nach Madrid.

Auf viele Optionen kann Koeman in der Offensive nicht zurückgreifen. Der Ausfall Ansu Fatis könnte Philippe Coutinho in die Startformation der Katalanen befördern. Sollte Sergiño Dest wieder von Beginn an als rechte Offensivkraft auf dem Rasen stehen, besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass es Memphis auf den linken Flügel zieht. Vorausgesetzt, Luuk de Jong oder Sergio Agüero beginnt im Madrider Stadtteil Vallecas.

Rayos Probleme in der Luft – Explosive Offensive erwartet

Dass der FC Barcelona mittlerweile sein Spiel mit Flanken bestückt, könnte dem Team von Ronald Koeman gegen Rayo Vallecano sogar entgegenkommen. Denn wenn man die Franjirrojos vor Probleme stellen möchte, dann geschieht dies in der Regel am besten durch halbhohe und hohe Hereingaben jeglicher Art in den Strafraum Rayos. Häufig hat die Hintermannschaft des Aufsteigers mit der Koordination bei diesen Situationen zu kämpfen – es dürfte den Problemen ähneln, die Dynamo Kiew vergangene Woche mit ins Camp Nou schleppte.

Ansonsten gilt Vorsicht vor den Angriffen des Teams aus dem Madrider Arbeiterviertel. Der Aufsteiger ist keine Mannschaft, die sein Spiel primär auf das Verhindern von Gegentoren auslegt. Vielmehr geht es darum, mit explosiven Offensivvorstößen in vollem Tempo und gut gestaffelt auf die Ketten der Gegner zuzulaufen. Dadurch konnte man mit 17 Toren nach Real Madrid (24 Treffer) bisher die meisten Torerfolge aller Teams in LaLiga bejubeln.

Besonders hervorzuheben sind dabei die Stützen des angriffsorientierten Spielstils, den Trainer Andoni Iraola von seiner Truppe erwartet. Isi Palazón, der auf der rechten Außenbahn zu erwarten ist, sorgt mit seiner herausragenden Ballbehandlung und Schusstechnik für Begeisterung bei den Anhängern der Franjirrojos, während Álvaro Garcia durch seine Torgefahr glänzt. Sowieso sollte man den Offensivakteuren Rayos nicht zu viel Platz lassen: Doppelpässe und anschließende Läufe gen Grundlinie bestaunen die Zuschauer in Vallecas nicht selten.

Mit Radamel Falcao weiß Rayo Vallecano zwar um einen etablierten Torjäger in den eigenen Reihen; die meiste Gefahr geht jedoch wohl von Kapitän Óscar Trejo aus. Der offensive Mittelfeldspieler kommt häufig aus der Tiefe, um in Dribblings auf engstem Raum Gegenspieler hinter sich zu lassen und der so Räume für seine Mitspieler schafft. Zudem zeichnet der 33-Jährige sein Spiel durch millimetergenaue Schnittstellenpässe und einen grandiosen Torabschluss aus. Qualitäten, die wohl jeder Mannschaft im spanischen Oberhaus gut zu Gesicht stehen würden.

Nun gilt es für den FC Barcelona, den Gastgebern, die aktuell auf einem beachtlichen 7. Tabellenplatz liegen, vor einem elektrisierenden Publikum die erste Heimniederlage zuzufügen, wenn man den Anschluss an die Konkurrenz halten möchte. Das ist bisher noch niemandem gelungen – denn Rayo hat alle seine vier Heimspiele gewonnen.

Benjamin König
Fútbol, Calcio, Fotball - in Spanien, Italien, Skandinavien. Redakteur bei Barçawelt, Podcaster bei Polarlichtspiel - dem skandinavischen Fußballpodcast

1 Kommentar

  1. Nun ja, eigentlich muss man Rayo nicht zur Bank hochstilisieren.
    Sie werden den Simeone machen, wie jeder La Liga Verein, und Koeman wird gut daran tun weiter die hohen Bälle zu üben mit seinem Spitzenteam. Ballgeschiebe bringt da nichts, ruckizucki das MF überbrücken und dann das Runde ins Eckige. Und bitte nicht nur Piqué. Andere haben auch einen Kopf. Ja, Kopfbälle können mitunter Kopfschmerzen auslösen aber wir sind ja nicht in der Pfadi.

    Übrigens noch eine Kennzahl für alle Statiskerfetischisten. Und es geht nicht um „Messi-Kennzahlen“ für eine witzige „Ballon-Wahl“, sorry leider nicht.

    Die Nettospielzeit in La Liga in der vergangenen Saison betrug, Achtung, 51 Minuten. Von 90 Minuten. D.h. fast 50% der Spielzeit wird mit reklamieren, dumm am Boden rumliegen und sich den Kopf halten, obwohl kein Kontakt bestand etc etc verschwendet. Rekord in Europa. Und eine Farce. Koeman hat JEDES RECHT nach JEDEM Spiel diese Absurditäten anzuprangern. La Liga verkommt zum Witz. Und niemand braucht hier zu hoffen das nur ein einziger „Spitzentrainer“ den Weg nach Spanien findet. Wozu den? Tebas und seine Konsorten lösen die Liga gerade selber auf. Selbst ein Classico wird zum Witz. Noch kurze Zeit und auch hier werden PL-Klubs die Nase vorn haben.

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