Laporta schließt Messi-Rückkehr zu Barça aus: „Denken nicht darüber nach“

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Lionel Messi hat bei Paris Saint-Germain keinen leichten Stand. Ein Rückkehr zum FC Barcelona könnte für beide Seiten Sinn ergeben. Dem schob Präsident Joan Laporta nun aber einen Riegel vor.

Lionel Messi Zeit bei Paris Saint-Germain läuft nicht nach Plan

Lionel Messi und der FC Barcelona werden für immer untrennbar miteinander verbunden sein. Nachdem der 34-Jährige seinen Herzensklub im vergangenen Sommer verlassen musste, läuft es bei seinem neuen Verein Paris Saint-Germain bis dato alles andere als erfreulich.

Zwar führt der Scheich-Klub die heimische Liga komfortabel an, das wird jedoch auch der einzige Titel sein, den die Hauptstädter in dieser Saison noch einfahren werden. Nachdem im heimischen Pokal-Achtelfinale gegen Nizza im Elfmeterschießen Schluss war, scheiterten die Mannen von Mauricio Pochettino kurz darauf in derselben Runde auch in der Champions League dramatisch an Real Madrid. Ein Ausscheiden, dass bei den katarischen Klubeignern alles andere als gut ankam.

Barça-Rückkehr von Messi: Es könnte Sinn ergeben

Und auch die Fans nahmen das Ausscheiden in der Königsklasse nicht schweigend hin. Im darauffolgenden Ligaspiel wurden Messi und Neymar vom eigenen Anhang gnadenlos ausgepfiffen. Dies befeuerte nicht zum ersten Mal in dieser Saison die Gerüchte, dass der Argentinier sich in Frankreich nicht wohl fühle. Von dort aus einen Bogen zu einer möglichen Rückkehr zum FC Barcelona zu schlagen, fällt vielen nicht schwer.

Und natürlich gibt es auch Punkte, in denen solch eine Heimkehr Sinn ergeben würde. Nicht nur liebt Messi den FC Barcelona (und umgekehrt), er versteht sich auch bestens mit Xavi. Darüber hinaus hat der amtierende Ballon-d’Or-Preisträger trotz seiner zuletzt durchwachsenden Leistungen zweifelsohne nach wie vor einen immensen sportlichen Mehrwert, nicht zu vergessen den medialen und wirtschaftlichen. Außerdem könnte Barça auf dem rechten Flügel im Sommer wohl Verstärkung gebrauchen, da sowohl Ousmane Dembélé (Vertragsende) als auch Adama Traoré (Ende der Leihe) den Klub Ende Juni Stand jetzt verlassen werden.

Noch kein Vertragsangebot für Dembélé – Barça-Vize Yuste: “Schließe es nicht aus”

Nach Barça-Abgang: Verhältnis zwischen Laporta und Messi angekratzt

Dagegen spricht, dass Messi freilich ein anderes Profil mitbringt als die beiden anderen genannten Flügelstürmer. Darüber hinaus wird in dieser Diskussion nicht berücksichtigt, dass der Argentinier nach wie vor einen laufenden Vertrag bei Paris hat und Barça ihn – sollte PSG einem Verkauf nicht abgeneigt sein – aus diesem herauskaufen müsste. Ein nicht zu unterschätzendes Hindernis für den finanziell stark angeschlagenen FC Barcelona.

Nicht zu vergessen ist auch, dass Messi die Blaugrana nicht komplett im Guten verlassen hat – zumindest das Verhältnis zwischen ihm und Joan Laporta scheint nicht mehr das beste zu sein. So sagte der Barça-Präsident damals: „Ich hatte die Hoffnung, dass Messi im letzten Moment sagt, dass er gratis spielen würde.“ Ein Satz, der dem Argentinier wohl sauer aufgestoßen ist, so erwiderte dieser im November darauf: „Niemand hat mich gebeten, umsonst zu spielen. Gleichzeitig halte ich die Worte des Präsidenten für unangebracht. Das tut mir weh, weil ich denke, dass er das nicht zu sagen braucht. Das ist, als würde man den Ball aus der Hand geben und keine Verantwortung für die Folgen übernehmen. Das bringt die Leute zum Nachdenken oder erzeugt eine Art von Zweifel, von denen ich denke, dass ich sie nicht verdient habe.“ Gleichzeitig sagte er damals, dass er seit dem Wechsel nicht mehr mit Laporta gesprochen habe.

Laporta: „Wir denken nicht über eine Messi-Rückkehr nach“

Ob zwischen den beiden tatsächlich dicke Luft herrscht oder in diese Worte einfach zu viel hinein interpretiert wird, lässt sich nicht sagen. Dass momentan jedoch nicht geplant sei, dass Messi im kommenden Jahr das Trikot des FC Barcelona tragen werde, bestätigte Laporta nun höchstpersönlich in einem Interview mit RAC1: „Die Beziehung [zwischen mir uns Messi] ist weniger aktiv als früher. Es gibt keinen persönlichen Kontakt. Ich erinnere mich mit Zuneigung an ihn und hoffe, er tut es auch. Aber ich konnte den Klub nicht in Gefahr bringen. Ich denke, ich habe getan, was ich tun musste. Ich habe weder von Leo noch von seinem Umfeld eine Nachricht erhalten, dass er zu Barça zurückkehren würde. Wir denken nicht darüber nach. Wir bauen ein neues Team auf, mit neuen Leuten im Kombination mit erfahrenen. Leo ist Leo. Er ist der beste Spieler der Welt. Wir denken nicht darüber nach [dass er zurückkommt], aber er verdient Respekt.“

Wenngleich nicht als Spieler, so wird Messi nach seinem Karriereende nichtsdestotrotz nach Barcelona zurückkehren, das bestätigte der Stürmer bereits in einem Interview: „Es ist so gut wie sicher, dass wir nach Barcelona zurückkehren und unser Leben dort verbringen werden. Das ist es, was meine Frau will, und das ist es, was ich will. Ich weiß nicht, ob ich direkt nach Beendigung meines Vertrags mit Paris zurück nach Barcelona gehen werde, aber [eines Tages] werden wir zurückkehren um dort zu leben.“

Messi: “Würde gerne zu Barça zurückkehren” – Laportas Worte “unangebracht”

Bastian Quednau
Schreibt über spanischen Fußball, leidet mit dem FC Schalke 04 und den Jacksonville Jaguars.

7 Kommentare

    • Bin da auch neugierig. Vllt erleben wir es ja noch, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

      Was mir dabei allerdings Sorgen macht, ist das zerrüttete Verhältnis zwischen Laporta und Leo. MMn hat Laporta Leo benutzt und auch seine Unterstützung bekommen, um auf den Thron zu steigen und ihn dann eiskalt abserviert, um dann im Nachhinein, als die Messe gesungen war, Lösungen anzubieten, die Leo ja hätte offerieren können. Das war mies und wird sicher auch kein Leo Fan so schnell vergessen.

        • @realtalk ich bin genau deiner Meinung. Ich persönlich denke, dass Messi nicht damit gerechnet hat, dass Barca innerhalb eines Jahres so aufblühen wird (ich habe selber daran gezweifelt, aber Xavi macht einen monströsen Job) und daher hat er sich ein sportlich „besseres“ Projekt ausgesucht. Wie man sieht war bzw. ist PSG nicht wirklich eine Steigerung zu Barca.
          Meiner Meinung nach hat man die ganze Sache so aussehen lassen, als ob Laporta ihn ausgenutzt hätte, obwohl es genau andersrum war. Ich meine der hat 555 Mio in 5 Jahren verdient, der hätte auf jedes Geld verzichten können und/oder für 1-2 Jahre selber was zahlen können. Aber nichtsdestotrotz bin ich super glücklich mit der jetzigen Situation. Früher oder später müssten wir diesen Weg eh gehen.

    • @ andyos: prinzipiell stimme ich dir zu, dass es gut ist, die ‚historische akte messi‘ bei barca, wenn auch meines erachtens unschön, vorbei ist und die mannschaft nun, ohne sich immer auf ihn verlassen zu müssen, weiterentwickelt wird, aber ihn jetzt schlecht zu reden, weil er eine beschissene phase (neues team in einer anderen landesliga, verletzungen, corona-infektion, und alter) bei PSG erlebt, auch nicht fair, denn ich wüsste nicht wann genau „seine jahre vorbei“ waren, wenn die pichichi-liste der letzten fünf jahre faktisch so in fussballgeschichte eingehen wird: https://de.wikipedia.org/wiki/Pichichi-Trophäe

      vielleicht sind ja auch einge barca-fans noch in der „ersten der fünf trauer-phase“ und ich muss erstmal damit klarkommen, dass die legende barcas schlechthin klein geredet wird: https://magazin.dela.de/die-fuenf-phasen-der-trauer

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