Flop oder Fortschritt? Xavis 967 Tage als Barça-Trainer in der Analyse

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Xavi FC Barcelona
Der FC Barcelona und Xavi Hernández gehen künftig getrennte Wege. | Grafik: Getty Images

Zum 30. Juni 2024 endet die Zeit von Xavi Hernández als Trainer des FC Barcelona, ehe Hansi Flick offiziell neuer Übungsleiter wird. Der 44-Jährige, der als Spieler 767 Partien für die Katalanen bestritt, erlebte zweieinhalb Jahre voller Höhen und Tiefen. Barçawelt blickt zurück auf die Ära Xavi, analysiert diese und zieht ein Fazit.

2023/24: Rückblick auf Xavis letzte Saison

Die Saison 2023/24 war von großen Formschwankungen gezeichnet. Zu Beginn stellte sich direkt die Frage, wie die Katalanen ihren unnachahmlich spielenden Kapitän und Pivote Sergio Busquets ersetzen werden. Neuzugang Oriol Romeu zeigte zwar ein solides Debüt an Spieltag eins gegen den FC Getafe, doch kurz darauf sollte sich bis zum Saisonende abzeichnen, dass der Rückkehrer nicht das Niveau für den FC Barcelona besitzt. Folglich blieb die Sechserposition vakant und Xavis größte Baustelle. Darüber hinaus sorgte eine anhaltende Verletzungsmisere von Schlüsselspielern für ein inkonstantes Auftreten der Katalanen. So zogen sich die Profis der Blaugrana insgesamt 16 Verletzungen zu – lediglich drei Spieler (Iñaki Peña, Ilkay Gündogan und Fermín López) blieben von einer Verletzung verschont. Am schlimmsten getroffen hat es Mittelfeldjuwel Gavi: Der 19-Jährige, schon in der Meister-Saison Stammspieler, fiel mit einem Kreuzbandriss fast über die komplette Saison hinweg aus und wird erst im Spätsommer oder Frühherbst wieder einsatzbereit sein.

In der Supercopa schlug man im Halbfinale souverän CA Osasuna mit 2:0, doch im Final-Clásico gegen Real Madrid vercoachte sich Xavi deutlich, woraufhin die Katalanen mit 1:4 baden gingen. Der 44-Jährige setzte erneut Ronald Araújo als Rechtsverteidiger ein, um Madrids Vinícius Júnior in Schach zu halten, was in der Vergangenheit oft gelang, doch Real-Trainer Carlo Ancelotti hatte im Vergleich zur Vorsaison das System umgestellt: Vinícius agierte nicht mehr als Linksaußen, sondern spielte deutlich zentraler. Dazu stand die Abwehr der Katalanen sehr hoch, was eine Einladung für das auf Konter lauernde Madrid war. Folgerichtig lag Barça schon nach zehn gespielten Minuten 0:2 hinten, wovon Xavis Mannen sich nicht mehr erholen sollten.

Die Copa del Rey sollte nach dem Ausscheiden von Real im Achtelfinale wohl der einfachste zu gewinnende Titel sein, doch Barça geriet beim im Pokal traditionell mit 200 Prozent Einsatz auftretenden Athletic Club früh ins Hintertreffen. Zwischenzeitlich konnten die Katalanen die Partie drehen, doch nach dem 2:2-Ausgleich durch Oihan Sancet in Minute 49 ging nichts mehr. Bis zum Ende der Verlängerung war das Spiel Barças geprägt von Planlosigkeit. Zwar ist ein K.o.-Spiel im San Mamés in Bilbao nie einfach, doch die Katalanen hätten auch erhobenen Hauptes ausscheiden können – von einem Weiterkommen einmal abgesehen.

In der Champions League hatte der FC Barcelona nach zuletzt schwierigen Gruppen durchaus Losglück: Die Gruppe H schien mit dem FC Porto, Schachtjor Donetsk und Royal Antwerpen eine der einfachsten zu sein, im Achtelfinale wartete “nur” die SSC Neapel, ehe es im Viertelfinale gegen Paris Saint-Germain ging und im Halbfinale mit Borussia Dortmund wieder ein Gegner der Kategorie “machbar” gewartet hätte. Beim Rückspiel gegen Donetsk verloren die Katalanen überraschend, zeigten eine blasse, offensiv harmlose Vorstellung. Gegen Antwerpen an Spieltag sechs trat der FC Barcelona zwar mit einer B-Elf an, lieferte jedoch einen äußerst blutleeren Auftritt, der die damals anhaltende Krise noch einmal untermauerte. Das Weiterkommen gegen Neapel war ein insgesamt souveräner Auftritt auf Europas größter Bühne, nach dem sich das Hinspiel gegen PSG in der französischen Hauptstadt einreihte: Dort gewannen die Katalanen mit 3:2. Leider stellte Barça sich im Rückspiel mit der Notbremse Araújos und dem Elfmeter Cancelos weitgehend selbst ein Bein, nachdem es 119 von 180 Minuten lang sehr nach Halbfinale aussah.

Als im Saisonendspurt alle Titelchancen verspielt waren, sollte die Blaugrana auch keine weiteren Höhepunkte mehr setzen. Die Luft bei Xavi und seinen Spielern war merklich raus. Erst drei Spieltage vor dem Ligaschluss machten die Katalanen die Vizemeisterschaft fest und zogen am anderen katalanischen Überraschungsteam, dem FC Girona, vorbei. Damit sicherte man sich auch die Teilnahme an der nächsten Supercopa de España.

Xavis Spielstil und Barças Titelausbeute – Licht und Schatten

Spielerisch verpuffte La Xavineta, Xavis zu Beginn sehr effektiver Spielstil mit kollektivem Gegenpressing und schnellem direkten Umschaltspiel, letztlich und verkam überwiegend zu Minimalismus; Barça sprang zuletzt oft nur noch so hoch, wie es unbedingt musste. Die tiefgreifende Verletzungsmisere 2023/24 mit zwischenzeitlich neun (!) gleichzeitig verletzten Profis hatte ihren Anteil daran, doch generell wäre gemessen am Kader mehr möglich gewesen. Gerade in Barcelona zählt neben Titeln auch das Wie so sehr wie wohl kaum anderswo. So war die Saison vor allem von Patzern geprägt, die im Frühjahr 2024 in eine handfeste Krise mündeten. Die Katalanen fingen sich nach der Rekord-Meisterschaft in der Liga 44 Gegentore – so viele wie seit 2002/03 nicht mehr. Offensiv war man mit statistisch 2,1 Toren pro Spiel zwar nicht selten Sieger der Partie, jedoch unter den eigenen Ansprüchen. Selbst gegen die drei Absteiger Cádiz, Almería und Granada trafen die Katalanen über beide Partien lediglich drei- respektive fünfmal – mitunter erschreckend für eine Mannschaft, die sich in den letzten zwei Dekaden vor allem über dominanten Offensivfußball definiert hatte. Doch diese Zahlen passen zu Xavis Ansage zum Beginn seiner Amtszeit: totale Spielkontrolle. Daraus erwuchs jedoch meistens kein totaler Fußball im Stile Johan Cruyffs, sondern primär ein sicherheitsorientiertes Spielen, ein Pragmatismus. Gefühlt gewann Xavi jedes Spiel lieber 1:0 statt 4:2. Passend dazu auch sein taktischer Kniff in der Saison 2022/23, Gavi als verkappten Linksaußen zu installieren und eher im 4-4-2 statt 4-3-3 aufzutreten.

In seinen rund zweieinhalb Jahren als Barça-Trainer holte Xavi eine Meisterschaft und eine Supercopa. Weiterhin wurde man zweimal Vizemeister. Einmal scheiterten die Katalanen in der Gruppenphase der Champions League (ein weiteres Mal 2021/22, doch als Xavi Mitte November übernahm, hatte er nach bereits vier Spieltagen praktisch keine Chance mehr auf ein Weiterkommen), einmal im Achtelfinale der Europa League an einem damals äußerst formstarken Manchester United und zuletzt im Viertelfinale der Champions League an PSG. Besonders in Erinnerung bleibt wohl die Meisterschaft 2022/23, die die Katalanen damals als klares Saisonziel ausriefen und mit einer neu zusammengestellten Mannschaft auch eindrucksvoll erreichten. Dabei kassierte man die wenigsten Gegentore auf dem Weg zum Titelgewinn aller Zeiten – ein Rekord, der Xavi vorerst nicht zu nehmen ist.

Xavi machte La Masia wieder groß

Lamine Yamal, Fermín López, Pau Cubarsí, Héctor Fort, Marc Guiu – Barcelonas hochgelobte Talentschmiede läuft wieder auf Hochtouren. Selbst bekannte, “ältere” Spieler wie Alejandro Balde (20) oder Gavi (19) sind erst wenige Spielzeiten Bestandteil des Profikaders. Nicht selten hieß es außerhalb des Barcelonísmo: Die Katalanen haben gar keine andere Wahl als Jugendspieler einzusetzen, weil ihnen die finanziellen Mittel für neue Profispieler fehlen. Auf den ersten Blick mag das stimmen, da die knappe Kasse längst kein Geheimnis mehr ist. Wirft man jedoch einen genauen Blick, den man für ein hinreichendes Urteil ohnehin tätigen sollte, auf den Kader, wird klar, dass dies allerhöchstens die halbe Wahrheit ist.

Lamine Yamal (16) feierte sein Startelfdebüt mit 16 Jahren am zweiten Spieltag der Saison gegen den FC Cádiz (20. August 2023), obwohl Xavi auch Ferran Torres, Ansu Fati oder Ousmane Dembélé hätte einsetzen können. Mit Ez Abde und Pablo Torre standen sogar noch zwei weitere offensive Optionen bereit. Yamal ist überhaupt der einzige Angreifer im Kader des FC Barcelona, welcher neben dem ausgeliehenen João Félix keine Ablöse gekostet hat. Etwa seit der Rückrunde gehört Yamal zur Stammelf der Katalanen und lieferte mit sieben Toren und zehn Vorlagen summiert die viertmeisten Scorer hinter Lewandowski (26 Tore, neun Vorlagen), Gündogan (fünf, 14) und Raphinha (zehn, 13).

Auch bei Fermín López (21) war Personal- beziehungsweise Geldnot nicht das Thema für seine Eingliederung. Der damals noch 20-Jährige kam aus seiner Leihe vom Drittligisten Linares Deportivo zurück, spielte eine starke Vorbereitung, war folgerichtig ab Spieltag eins Teil von Xavis Projekt und debütierte ebenfalls am zweiten Spieltag gegen den FC Cádiz. Xavi hatte mit Gavi, Pedri, Gündogan, Frenkie de Jong, Romeu und Sergi Roberto sechs Mittelfeldspieler zur Verfügung – hier hätte es Jugendspieler Fermín als siebten Mittelfeldspieler nicht gebraucht. Zwölf Scorerpunkte in 43 Profispielen und die Nominierung für Spaniens Nationalmannschaft dürften zum Saisonende untermauern, dass der im Mai 21 gewordene Fermín kein Zufallsprodukt ist.

Pau Cubarsí (17) feierte sein Debüt im Estadio Benito Villamarín gegen Real Betis Sevilla; einem der wohl schwierigsten Auswärtsspiele La Ligas. Hier empfiehlt sich ein Vergleich zu anderen Klubs in ähnlichen Situationen: Real Madrid stellte in der Saison lieber Aurélien Tchouaméni statt ein junges Eigengewächs in die Innenverteidigung, als dort Personalnot bestand. Bayern Münchens Leon Goretzka (zentrales Mittelfeld) wurde ebenso für zwei Spiele in die Innenverteidigung gezogen. Diese Spieler sind gestandene Profis, Cubarsí hingegen war ein Sechzehnjähriger, welcher gut und gern noch zwei Jahre in der Jugend hätte spielen können. Selbst de Jong hätte von Xavi in die Innenverteidigung gezogen werden können, stattdessen bekam Cubarsí das Vertrauen geschenkt und stand anschließend in einer sehr stabilen Phase Barças mehrere Wochen lang wettbewerbsübergreifend in der Startelf.

Héctor Fort (17), welcher vor einigen Tagen seinen Vertrag bis 2026 verlängerte, gab in der Champions League gegen Royal Antwerpen sein Debüt. Da Barcelonas linke Abwehrseite mit den Langzeitverletzten Balde und Alonso dünn ausfiel und Cancelos Stärken eher in der Offensive liegen, kam Fort wettbewerbsübergreifend schon auf 26 Einsätze, in denen er fünf Torbeteiligungen sammeln konnte, pendelte jedoch immer noch zwischen Profiteam und Barcelona Atlètic hin und her. Für den scheidenden Marcos Alonso und im Falle einer Nichtverpflichtung Cancelos steht den Katalanen also ein weiterer vielversprechender Linksverteidiger prompt zur Verfügung.

Auch Marc Guiu (18) gilt klar als Entdeckung Xavis. Jugendtrainer Rafael Márquez hat zu Beginn der Saison praktisch nicht auf den bulligen Mittelstürmer gesetzt: Zum Zeitpunkt als Guiu unter Xavi für die Profimannschaft debütierte, stand der 18-Jährige bei gerade einmal acht Minuten Spielzeit für die Jugend in der Liga. Erst nachdem Xavi den Stürmer zu den Profis hochgezogen und eingesetzt hat, spielte Guiu auch unter Márquez regelmäßig und kam zum Saisonende auf immerhin 570 Minuten Spielzeit. Zur Erinnerung: Bei seinem Debüt am 22. Oktober 2023 gegen Athletic traf Guiu erstaunlichen 33 Sekunden nach seiner Einwechslung zur Führung.

Es bleibt abzuwarten, ob all diese Spieler eine so große Karriere wie die von Xavi selbst hinlegen werden. Die abgelaufene Saison dürfte gezeigt haben, dass es sich bei keinem von ihnen um “One hit wonder” handelt, denn die individuellen Leistungen stimmten und Alternativen waren da. Den jungen Eigengewächsen diese Perspektive und Überzeugung aufzuzeigen, war eine der größten Stärken Xavis. Die finanzielle (Schief-)Lage des FC Barcelona hatte sicherlich einen Einfluss auf den vermehrten Fokus auf die eigene Jugend, doch bei den mitunter herausragenden Leistungen all dieser jungen Wilden auf dem Parkett der Profis, praktisch von jetzt auf gleich, können die Finanzen nicht der einzige beziehungsweise Hauptgrund sein. Und: Wenn ein Barça-Trainer sich mit der eigenen Jugend auskennt, dann doch einer, der selbst seit seinem elften Lebensjahr beim FC Barcelona gespielt hatte.

Fazit zu Xavis Zeit bei Barça: Steht das Denkmal noch?

War Xavi als Barça-Trainer ein Flop? Vielleicht. Dafür spricht, dass er aus einem trotz finanzieller Schieflage immer noch ansehnlichen Kader nicht mehr herausgeholt hat als zwei nationale Titel. Etwa um den Jahreswechsel 2023/24 herum war der 44-Jährige mit einer Siegquote von 62,16 Prozent einer der schlechtesten Trainer der Katalanen; nur sein Vorgänger Ronald Koeman ist mit 58,2 Prozent noch schlechter gewesen. Laporta hatte die vielzitierten wirtschaftlichen “Hebel” aktiviert, die krasse Transfers ermöglichten.

Xavi genoss besonders viel Rückhalt und bekam viele Wünsche erfüllt. Umso absurder wirkten seine Aussagen zur Kaderqualität, woraufhin letztlich der Bruch mit der Vereinsführung erfolgte. Vor dem vorletzten Auswärtsspiel in der Liga gegen UD Almería (16. Mai 2024) wurde der Barça-Trainer zu möglichen Neuverpflichtungen und der Wettbewerbsfähigkeit des FC Barcelona inmitten der noch immer schwierigen finanziellen Situation befragt. Xavi ließ eine ehrliche Antwort folgen, die bei der Führungsetage offenbar gar nicht gut ankam. Auch ließ das katalanische Urgestein nicht selten einen gewissen Lerneffekt missen; häufig war die nächste Startelf nach einem verlorenen Spiel schon sofort zu erahnen. Die Leistungsträger spielten durch, entweder wurde gar nicht rotiert oder, wenn überhaupt, so stark, dass am Ende noch mehr vom Spielfluss verloren ging. Einstudierte Spielzüge waren zuletzt immer seltener zu sehen, (zu) viel lief über Einzelleistungen.

„Brachte mich zum Umdenken“: Laporta erklärt Xavi-Aus – Flick „weiß, worauf er sich einlässt“

Ist Xavis Denkmal bei Barça zerstört? Nein. Ihm fehlte letztendlich schlicht die Erfahrung als Trainer auf höchstem Niveau. Dazu gehörte vor allem das Lernen aus Fehlern, die Selbstreflexion nach Rückschlägen und der berühmte Plan B. Überdies gab es aber auch immer wieder Störfeuer von außerhalb, die seine Arbeit beeinträchtigten. Angefangen beim Negreira-Skandal mitten in einer sehr guten Saisonphase über Laportas (über)ambitionierte Aussagen in der Öffentlichkeit bis hin zum finanziellen Jonglieren während der Transferphasen.

Xavi hatte während seiner Zeit Ruhe in den Kader gebracht, in einer der schwierigsten Phasen seiner Geschichte eine neue Mannschaft geformt und einen Generationenwechsel vollzogen, ohne die Kabine oder Vereinsführung gegen sich aufzubringen. Für seine Neuerungen wurden die Katalanen mit einer sehr souveränen Meisterschaft belohnt – die taktischen Impulse und Motivationsschübe von 2023 konnten jedoch kaum in die Saison 2023/24 transportiert werden. Summa summarum hat Xavi nach den äußerst turbulenten letzten Jahren mit Pandemie, Bartomeus Rücktritt, einer Interimsführung, dem Abgang der Legenden Messi, Busquets, Piqué und Jordi Alba, Tabellenplatz 9 bei der Übernahme, der finanziellen Talfahrt und den Anschuldigungen im Negreira-Fall, welche sich letztlich doch als falsch herausstellten, seinen Teil dazu beigetragen, dass die sportliche Zukunft des Vereins heller geworden ist. Am Ende hat er alles gegeben, was er konnte. Mehr war aber auch nicht drin.

Zum Ende bleibt zu sagen: Gràcies, Arquitecto!

25 Kommentare

  1. Sehr guter Artikel, danke Barçawelt!

    Ich hoffe einfach, dass wir mit Flick wieder deutlich offensiver spielen werden. Ich konnte diese ständigen knappen 1:0 Zittersiege nicht mehr sehen und ertragen. 4:0 Siege waren nur noch Mangelware. Natürlich ist das Ziel auch nicht, 5 Tore zu schiessen und hinten 3-4 selbst zu kassieren, aber ganz ehrlich, lieber sehe ich Barça 5:3 gewinnen als 1:0. Aber ich denke unter Flick wird das schon in diese viel offensivere Richtung gehen. Das wird vor allem auch Lewa gut tun. Des Weiteren hoffe ich auch, dass Flick manche Spieler physisch nochmals aufbessert.

    Ich freue mich sehr auf Flick und bin gespannt, was er aus dieser Mannschaft rausholen wird.

  2. Habt ihr das mit Chadi Riad mitbekommen? Betis kauft ihn für lächerliche 3 Mio. und jetzt geht er für 15 Mio. zu Palace! Welcher Pfosten hat bitte eine 3 Mio. Kaufoption als fairen Deal für einen 20 Jahre alten IV, von dessen Talent man weiß, gehalten. Wahrscheinlich wäre sogar noch mehr drin gewesen als diese 15 Mio., aber was solls, einfach aus den Fehlern lernen bitte. Ich persönlich hätte ihn gerne wieder bei uns gesehen.
    Visca Barca!!!

  3. FC Porto ist wohl an Faye interessiert. Laut Fabrizio werden sie wohl diese Woche ein Angebot in Höhe von 15 Mio unterbreiten. Bevor manche hier einen Herzinfarkt kriegen, Barça will eine Rückholklausel einbauen. Also ganz ruhig.

    Ich finde das sehr gut. Geht es Barça finanziell gut, dann verkaufen wir Inigo und ziehen Faye hoch und bauen ihn langsam auf. Aber so ist das eben nicht. Barça könnte die 15 Mio sehr gut gebrauchen. Mit einer Rückholklausel ist das für mich ein guter Deal. Vorausgesetzt natürlich, die Höhe der Klausel liegt nicht bei 50 Mio oder so. Hoffe dass Barça sich da auf ca. 30 Mio oder so einigt.

    Für manche wäre das natürlich ein Schlag ins Gesicht, aber Porto ist ein geiler Verein. Faye könnte sich da ruhig entwickeln, auch in der UCL Erfahrung sammeln und dann zurückkehren. Ich habe grosse Hoffnung. Bin mir relativ sicher, dass er bei Porto aufblühen wird und dann zurückkehren wird.

    • Ich will jetzt gar nicht wieder über meine persönlichen Hoffnungen in Faye reden, aber dieser potenzielle Transfer ist auch objektiv betrachtet eine absolute Schande. Und zwar aus folgendem Grund:

      Faye kam letzten Sommer zu Barça B. Er hat dort das ganze Jahr über gespielt und war klar der beste Spieler im Team. Ich denke, dass können auch diejenigen sagen, die Faye nicht so hoch sehen, wie ich. Trotzdem hat er bis auf ein paar Minuten in der Pre-Season 0,0 Spielzeit im ersten Team bekommen. Die Pre-Season-Minuten bekam er noch bevor er die starken Leistungen im B-Team gezeigt hat.

      Jetzt sollen anscheinend viele B-Team-Spieler unter Flick Minuten in der Pre-Season bekommen, zum Beispiel Noah Darvich. Aber Faye nicht, denn der soll jetzt zu Kohle gemacht werden. Das ist absolut lächerlich und wirft ein schlechtes Licht auf unseren Klub. Leistungsprinzip? Absolut nicht vorhanden. Wieder mal ein extrem peinliches Barça-Kapitel.

      Die Ausrede, dass wir viele Innenverteidiger haben lasse ich nicht gelten. Ja Araújo ist gesetzt. Christensen und Koundé sind gute IV, können aber auch auf anderen Positionen spielen. Martínez ist sicher nicht die Zukunft in der IV. García und Lenglet haben genügend Chancen bekommen und man hat klar gesehen, dass sie nicht das Niveau für Barça haben. Bleibt noch Cubarsí, der wie Faye noch sehr jung ist und gerade von De la Fuente vor der Euro wieder nach Hause geschickt wurde. Man könnte Faye durchaus die Chance geben.

      Man muss sich auch mal in Faye hineinversetzen: Du hast Bock für Barça zu spielen und willst natürlich den Sprung ins erste Team schaffen. Dann setzt du dich gegen Top-Talente in der Barça-Jugend durch und zeigst was du drauf hast. Und ohne auch nur in einem Pflichtspiel den Rasen betreten zu haben, schickt man dich nach Porto, während deine schwächeren Kollegen die Pre-Season mitmachen dürfen. Sorry, aber das ist komplett inakzeptabel. Einfach ungerecht.

      • Du hast ja irgendwie recht. Das mit Faye läuft schon sehr schräg. Ich kann nicht beurteilen, wie gut er ist. Mir scheint aber, dass er durchaus ein paar Chancen verdient hätte. Aber wir haben ja unsere Stars mit den Langzeit Erträgen, die natürlich nicht wechseln wollen. Puh, Lenglet möchte natürlich bleiben. Wer will den auch schon? Und Typen wie Ferran sowieso. Der möchte sich in der nächsten Saison wieder mal beweisen. Beim Sandkastenspielen im Kindergarten? Wieso wird der eigentlich zur Nationalelf eingeladen? Irrsinn, diese Nulpe. Tja und wegen diesen Altlasten kommen die Jungen nicht ran. Es ist zum verrückt werden. Auch wenn die nen Vertrag haben. Ja, okay. Ist wohl hr Recht. Aber bitte nicht mehr im Trikot auf dem Platz. Wenn man sie schon nicht losbekommt, dann setzt sie auf die Tribüne.

        • Faye war nicht der beste Spieler bei Barca Atlétic. Er ist aus meiner Sicht der talentierteste, aber er hat vor allem zuletzt haufenweise Fehler gemacht. Hat uns auch den Aufstieg mit seinen Fehlern gekostet am Ende. Leider. Ich hoffe, man gibt ihm die Zeit, weil das Potenzial riesig ist. Ich sehe ihn aktuell fast eher als LV, weil er als Innenverteidiger einfach zu viele Fehler macht. Der braucht noch mindestens 1-2 Jahre, aber das Potenzial ist halt riesig. Bin gespannt. Ich vermute angesichts der Bestrebungen ihn zu verkaufen (was ein Fehler ist), waren diese letzten Spiele mit Barca B sein Sargnagel und man wird jetzt den Verkauf mit RKO durchziehen.

          • Echt ärgerlich, dass er die Fehler drin hat. Aber das Potenzial ist halt so groß. Vielleicht war ich zu schnell, in dem, was ich ihm zugetraut habe. Er braucht noch mehr Zeit, aber ich bleibe dabei, dass wir ihn auf keinen Fall ziehen lassen dürfen. Wer war deiner Meinung nach der beste Spieler von Barça B? Würde mich interessieren.

            • Kann dich auch sehr gut verstehen. Liebe den jungen ja auch, wobei man hier dennoch realistisch sein muss. Der ist noch keine sichere Sache, das will ich nur sagen. Daher sind die Gedanken der Verantwortlichen auch irgendwo nachvollziehbar, ihn mit RKO abzugeben, auch wenn ich’s lassen würde und ihn einfach als IV Nummer 5 und LV Nummer 2 halten würde.

              Der beste Spieler war aus meiner Sicht Marc Casado. Der Junge hat ne herausragende Saison gespielt. Ich war immer skeptisch, ob’s bei ihm reicht, aber mein Vertrauen in seine Qualität war noch nie so groß wie jetzt. Vielleicht wird er unser Fermin Lopez. Kein natürliches Elitetalent bzw. jedenfalls keines, das schon mit 16-18 durchstartet. Aber ein wahnsinnig guter Spieler. Für mich eine aktuell zwar noch etwas schlechtere, aber an sich passendere Version von Kimmich. Die ähneln sich total.

              Dann waren noch Pau Victor exzellent. Danach kämen wahrscheinlich Faye, Bernal und noch paar andere. Eher enttäuschend fand ich Darvich.

              Mit Guiu habt ihr mitbekommen? Das find ich total enttäuschend. Bin kein riesen Guiu Fan mehr. Irgendwie hat mir, vor allem bei den Barca Atlétic Spielen, bisschen was gefehlt. Aber für nur 6 Millionen zu Chelsea ist der nächste nackenschlag. Würde hier Konkret Deco keinen großen Vorwurf machen, denn was soll er machen, wenn Guiu ne AK hat und Chelsea ihn mit Geld zuscheisst. Aber irgendwie passt es ins Bild. Genauso, dass uns Mokio wohl Last Minute (wie schon Bergvall und Arda Güler etc.) absagt. Da vermisse ich die Kompetenz von Alemany oder wenigstens bisschen Erfahrung.

  4. Meine Güte, dauert das noch bis zu den K.O.-Spielen, bisher war wenig Feinkost. Da kann die copa america nur besser werden.
    Koundé hat mich eben überzeugt, ihn entgegen vieler hier geäußerten Wünsche nicht abzugeben.
    Dass Gil Manzano ein EM-Spiel pfeifen darf, zeigt nur die korrupten Strukturen der UEFA und des RFEF; hoffentlich wird er nach seiner heutigen „Leistung“ von der Liste gestrichen. Ich fürchte aber, dass das frommes Wunschdenken ist.
    Ö – FRA war m. E. unterdurchschnittlich, dass Ragnik für Barça nicht der richtige Trainer gewesen wäre, war heute offensichtlich.
    Da ich deutsche Männer-Spiele wegen Nagelsmann nicht schaue (Ausnahme, sie müssen gegen SPA spielen), hat mir nur SPA – KRO Spaß gemacht, da jubelte sogar meine 9-jährige Enkelin: „Boh ist das geil, die Roten spielen den Ball perfekt hin und her.“
    Ja, und unser Yamal ist eine Augenweide zum verneigen, Junge, bleibe bloß gesund!

      • Ja, das ist so, wenn D gegen die Schweiz gewinnt oder Unentschieden spielt; gewinnt die Schweiz, spiel sie gegen SPA und D gegen den Zweiten der Gruppe B. Finale D – SPA wäre möglich, weil sie sich im Halbfinale aus dem Weg gehen. Nun ist die spannende Frage: Möchte D schon im Viertelfinale gegen SPA spielen? Oder spielen sie lieber gegen ITA oder KRO?

        • Nun ja. Es gab Zeiten dass User förmlich nach Rangnick schrien und betteln. Wie man Flick erbettelte und Setien und Xavi etc.

          Nach Jahren sieht man dass es seit Valverde kein Trainer mehr gab der genügte.

          Übrigens ist Ihre Kristallkugel ein wenig mehr aus Glas als aus Kristall.

          Für die Schweiz ist es EGAL ob Spanien oder Italien. Beides schlechte Mannschaften. Die Italiener sind wie immer: Lieber ein wenig schlafen und rumliegen auf dem Rasen und alle schreien “Abulanca, Abulanca”.

          Bei den Spaniern ist eh nichts. Wenn Alvaro Morata die einzige Antwort im Sturm ist, ist alles gesagt. Und dela Fuentes als Coach, nun ja.

          Spanien und Italien werden es schwer haben im Turnier.

          Da Italien eine Turniermannschaft ist, wie Deutschland und Frankreich oder England wird es schwer für die Iberer.

          • Ich brauche keine Kristalkugel aus Glas, hab mir den Turnierbaum angeschaut und gerechnet und bin zu dem vorliegenden Ergebnis gekommen.
            Dass Du Spanien so schlecht redest, macht mich fassungslos, aber Du darfst natürlich dieser Meinung sein.
            Italien, Frankreich und England sind noch nicht durch, Spanien ist es. Die Hochbegabten Franzosen haben noch kein eigenes Tor geschossen…

            • Ja, das stimmt schon. Die Spanier waren stark, keine Frage. Mich hat das Spiel gegen Kroatien überzeugt, weil sie endlich mal nicht nur auf Ballbesitz gespielt haben und gegen Italien hätte es 5:0 stehen können, wenn man die Chancen verwertet hätte. Aber sie sind nunmal keine Turniermannschaft, wie sie uns es in den letzten Turnieren v.a. bei Weltmeiterschaften eindrucksvoll gezeigt haben. Es nutzt nichts, wenn man 7:0 gegen Costa Rica gewinnt und dann gleich schon beim ersten KO-Spiel im Elfmeterschießen gegen Russland/Marokko ausscheidet.