Barça will gegen Valencia Selbstvertrauen für Woche der Wahrheit tanken

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Der FC Barcelona empfängt am Sonntagabend den FC Valencia. Während sich nach Ronald Araujos Ausfall Barças Innenverteidigung quasi von alleine aufstellt, darf Sergio Agüero auf sein Debüt hoffen. Für Ronald Koeman steht die Woche der Wahrheit an. 

Im ersten Spiel nach der Länderspielpause gegen den FC Valencia (Sonntagabend, 21 Uhr, live im Ticker auf Barçawelt.de) wird Ronald Koeman wieder zu Umstellungen bei seiner Hintermannschaft gezwungen. Schließlich kehrte ausgerechnet Ronald Araujo frühzeitig verletzungsbedingt von der Nationalmannschaft nach Katalonien zurück. Wie lange genau der Innenverteidiger ausfallen wird, ist zwar noch unklar, die Partie gegen den FC Valencia wird Araujo durch seine Oberschenkelverletzung zunächst aber wohl verpassen – und womöglich auch die zwei weiteren Heimspiele gegen Dynamo Kiew und Real Madrid in der Woche der Wahrheit für Barcelona, vor allem aber für Ronald Koeman, dessen Job weiter in Gefahr ist und der in diesen drei Heimspielen unter Siegeszwang steht.

Hiobsbotschaft für Barça: Araujo kehrt verletzt aus Uruguay zurück

Araujo verletzt – Bilden Garcia und Piqué das Innenverteidigerduo?

Seinem Trainer stehen somit neben Eric Garcia und Gerard Piqué noch Clément Lenglet und Samuel Umtiti zur Verfügung, ein Einsatz der beiden Franzosen von Beginn an würde jedoch überraschen; schließlich kam Lenglet neben einem Spiel in der Startelf in dieser Saison sonst nur auf Kurzeinsätze. Und auch der längst aussortierte Umtiti wird am Sonntagabend wenige Chancen auf einen Platz in der Abwehrkette der Blaugrana haben.

Immerhin standen Eric Garcia und Gerard Piqué in dieser Spielzeit schon des Öfteren gemeinsam in der Anfangsformation – zuletzt als Teile der Dreierkette bei Barças Pleite gegen Benfica, davor als Innenverteidiger in der Viererkette beim Sieg über Levante. Mit Araujo fehlt den Katalanen gegen Valencia so zwar ein robuster und dynamischer Spieler in der Defensive; das erwartete spanische Innenverteidigerduo dürfte Barça bei einer konzentrierten Leistung der beiden mehr Möglichkeiten im Spielaufbau geben.

Doch auch bei der Offensivabteilung der Katalanen stehen personelle Veränderungen bevor. Wenn wohl auch nicht von Beginn an.

Agüero vor Debüt in zuletzt harmloser Offensivabteilung

Dem FC Barcelona fehlt es derzeit an Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Gehäuse. So lautet eine offensichtliche Erkenntnis, blickt man auf die Anzahl der erzielten Treffer zwischen der Länderspielpause Anfang September und jener im Oktober. In sechs Partien beförderte die Truppe Ronald Koemans lediglich viermal das Spielgerät am gegnerischen Torwart vorbei. Drei der vier Treffer erfolgten gegen die UD Levante. Gegen Benfica (0:3) und Atlético Madrid (0:2) konnte Barça zweimal in Serie kein Tor erzielen.

Gegen den nächsten valencianischen Verein, der im Camp Nou gastiert, werden die Akteure der Blaugrana wieder darum bemüht sein, die Maschen des Netzes zappeln zu lassen. Immerhin steht Übungsleiter Koeman womöglich Sergio Agüero zur Verfügung. Der 33-jährige Neuzugang von Manchester City absolvierte unter der Woche bei einem Testspiel gegen Drittligist UE Cornellà die ersten Minuten im Barça-Dress; nun steht der erste Pflichtspieleinsatz für den Argentinier vor der Tür.

Dass Agüero eine Verstärkung für die aktuell harmlose Offensive der Katalanen darstellen kann, unterstrich er gleich mit einem Tor beim besagten Testspiel. Dementsprechend motiviert zeigte sich der Stürmer im Interview mit El País: „Ich will dem Team jedes Mal, wenn ich auf dem Platz bin, mit Toren helfen“, so der Südamerikaner.

Es bleibt abzuwarten, ob es am Sonntag schon zu einem Einsatz in Spaniens höchster Spielklasse reichen wird. „Er kann der Mannschaft viel geben, vor allem im Angriff“, erklärte Koeman am Samstag auf der Pressekonferenz: „Am Wichtigsten ist aber, dass er körperlich in einer guten Verfassung ist.“ Vermutlich wird der beste Torschütze in der Geschichte Manchester Citys das Spielgeschehen zunächst von der Bank aus betrachten, ehe er als Einwechselspieler mitwirken darf.

Koeman deutet Agüero-Comeback an – Dembélé “braucht noch ein wenig Zeit”

Doch auch seine Kollegen in der Offensivabteilung werden wissen, dass die Gäste vom FC Valencia den FC Barcelona in den vergangenen Jahren immer wieder zu Toren einluden. In der Liga gelang Barça in den jüngsten 17 Heimspielen gegen die Fledermäuse mindestens ein Treffer. Zuletzt ging es in diesem Duell regelmäßig torreich zu.

Valencia stets torgefährlich – Guedes und Gómez motiviert

Denn auch die Spieler der Los Ché bewiesen in den vergangenen Jahren eindrucksvoll, wie man die Blaugrana im Camp Nou vor defensive Schwierigkeiten stellen kann. Immerhin erzielten Los Murciélagos in La Liga bei den vergangenen acht Auswärtsspielen in Barcelona 14 Treffer. In fünf der letzten sieben Begegnungen im Camp Nou netzten die Fledermäuse sogar doppelt ein. Auch Valencias Auftreten in dieser noch relativ jungen Spielzeit verspricht eine offensive Herangehensweise. Die im Sommer von José Bordalás übernommene Mannschaft präsentiert sich seit Saisonbeginn dynamisch und explosiv, auch wenn dies nach Bordalás‘ Zeit bei Getafe nicht unbedingt so zu erwarten war.

Der neue Übungsleiter in Valencia scheint auch emotional bereits Einfluss auf die Mannschaft genommen haben. Am besten kann man dies am Auftreten von Gonçalo Guedes festmachen. Während der Portugiese in der abgelaufenen Spielzeit auf dem Platz enorm launisch daherkam und sich beispielsweise bei einem Konter Real Madrids die Schnürsenkel seiner Schuhe band, lauert er mittlerweile aktiv auf Fehler des Gegners und Hereingaben seiner Mitspieler. Zwei Treffer sowie zwei Torvorlagen in acht Spielen schmücken aktuell das Konto des Angreifers.

Sein Stürmerkollege Maxi Gómez kommt in dieser Saison bisher auf nur einen Treffer, gegen Barça zeigt sich der 25-Jährige jedoch gerne in Feierlaune. Torhüter Barcelonas fischten nach Abschlüssen von Gómez in acht Partien bereits fünfmal den Ball aus den Maschen; nur gegen Real Sociedad jubelte der Uruguayer noch häufiger.

Um Anspiele auf die beiden Angreifer zu verhindern, muss Barça im Mittelfeld die aktiven und laufstarken Spieler Daniel Wass und Carlos Soler in den Griff kriegen. Letzterer ist nach Ausfällen vor der Länderspielpause aufgrund von Muskelverletzungen wieder bei Los Ché zu erwarten. In einem Interview mit der SPORT vor dem Aufeinandertreffen der beiden Teams tippte Soler auf ein 1:0 von Valencia – entgegen dem torreichen Trend der jüngsten Spiele.

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