Statistiken zu Barças Clásico-Sieg: Aubameyang und Dembélé tragen sich in Rekordbücher ein

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Der Clásico-Sieg des FC Barcelona über Real Madrid sorgte für einige Rekord-Statistiken. Während Xavi einen der besten Premieren-Clásicos in Barças Trainer-Historie coachte, trugen sich auch Ousmane Dembélé und Pierre-Emerick Aubameyang in die Rekordbücher dieses prestigereichen Duells ein.

Der Clásico-Sieg des FC Barcelona bei Real Madrid war in vielerlei Hinsicht ein besonderer. Nicht nur war er eine spielerische “Vorführung im Bernabéu” (so schrieb es die Mundo Deportivo) von Xavis Mannen, sondern er hält auch Barças – zugegeben immer noch recht kleine – Chance im Titelrennen in La Liga am Leben. Doch das 4:0 im Santiago Bernabéu lieferte auch statistisch einige Besonderheiten.

Xavi auf den Spuren von Johan Cruyff und Pep Guardiola

Hohe Clásico-Siege sind natürlich immer etwas besonderes, für den FC Barcelona sind sie allerdings auch keine allzu große Seltenheit. Johan Cruyff gelang es zum Beispiel gleich zweimal, den Erzrivalen mit 5:0 zu schlagen. Einmal bei seinem ersten Clásico als Spieler im Februar 1974, ein zweites Mal im Januar 1994 als Trainer der Blaugrana. Auch Pep Guardiola hat hier gute Erinnerungen an den spanischen Rekordmeister, neben einem 5:0 im heimischen Camp Nou (November 2010) durfte der Erfolgstrainer sogar ein 6:2 im Bernabéu feiern (Mai 2009).

Jedoch hat es vor Xavi noch kein anderer Barça-Trainer geschafft, mit vier Toren Unterschied zu gewinnen, wenn er für seinen ersten Liga-Clásico auswärts antreten musste. Der höchste Sieg für einen Trainer der Katalanen im ersten Spiel gegen den Erzrivalen aus der Hauptstadt ist dies jedoch nicht, dieser geht auf das Konto von Ferdinand Daučík, der die Madrilenen im Jahr 1951 mit 7:2 abfertige – damals noch im heimischen Stadion Les Corts.

Zehn Torabschlüsse: Xavi muss sich Rijkaard und Valverde geschlagen geben

Mit dem 4:0 war Real Madrid im aktuellen Clásico schlussendlich aber noch gut bedient, so merkte auch Sergio Busquets nach dem Spiel an: “Wir hätten noch viel mehr Tore erzielen können“. Zehn Abschlüsse gab Barça am Ende auf das Tor von Thibaut Courtois ab. Diese offensive Durchschlagskraft ist sicherlich auch ein Verdienst von Xavi, dennoch ist er nicht der Trainer, unter dessen Leitung in seinem ersten Clásico die meisten Torschüsse abgegeben wurden. Trotz der starken Leistung seiner Mannschaft belegt Xavi hier nur Rang drei, hinter Frank Rijkaard (13) und Ernesto Valverde (11).

Clásico-Stimmen | Busquets: “Wir hätten noch viel mehr Tore erzielen können”

Die ersten zwei Treffer an diesem Abend erzielten Pierre-Emerick Aubameyang und Ronald Araujo jeweils mit dem Kopf. Tatsächlich ist in dieser Kategorie in dieser Saison keine Mannschaft in La Liga so stark wie der FC Barcelona. Ganze 13 Kopfballtore haben die Katalanen in der laufenden Spielzeit bereits erzielt, fünf mehr als jedes andere Team in Spaniens höchster Spielklasse. Barças gefährlichster Spieler hier ist Luuk de Jong, der bereits vier Tore mit dem Kopf erzielte.

Aubameyang und Dembélé tragen sich in Clásico-Rekordbücher ein

Aubameyang bestätigte unterdessen auch gegen Real Madrid seine starke Form der letzten Wochen. Ganze neun Tore steuerte der Gabuner in seinen ersten elf Einsätzen für die Blaugrana bei. Sein Doppelpack und Assist gegen die Königlichen machten den Stürmer gleichzeitig auch zum ersten Spieler dieses Jahrtausends, der drei Torbeteiligungen in seinem ersten Clásico verbuchen konnte. Aubameyangs persönliche Statistik ist jedoch noch beeindruckender: Der 32-Jährige traf nun in fünf aufeinanderfolgenden Spielen gegen Real (vier davon noch im Dress von Borussia Dortmund). In diesen erzielte er insgesamt sieben Treffer – keinem anderen Spieler ist dies in den letzten 22 Jahren gelungen. Und: In seinen bisherigen elf Pflichtspielen für Barça schoss Aubameyang neun Tore – kein anderer Barça-Neuzugang legte jemals einen besseren Start in dieser Spanne hin. Vereinslegenden wie Samuel Eto’ (acht Tore) und Ronaldinho (sieben Tore) wurden von Auba übertrumpft.

Und auch Aubameyangs Kumpel Ousmane Dembélé konnte sich an diesem Abend in die Rekordbücher eintragen. Seine zwei Torvorbereitungen waren nicht nur wichtig, da sie die ersten beiden Treffer einleiteten. Sie sind auch insofern besonders, als dass der Franzose erst der zweite Barça-Akteur in diesem Jahrtausend ist, dem zwei Assists in einem Clásico gelangen – der andere war just sein aktueller Trainer Xavi im Jahr 2009. 

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Bastian Quednau
Schreibt über spanischen Fußball, leidet mit dem FC Schalke 04 und den Jacksonville Jaguars.
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