Für über 200 Millionen Euro: FC Barcelona verkauft Teil seiner TV-Rechte

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Der FC Barcelona hat einen Teil seiner TV-Rechte für über 200 Millionen Euro verkauft. Diese Einnahmen geben dem FC Barcelona neue Möglichkeiten auf dem Transfermarkt. Es soll jedoch nicht die letzte Veräußerung von Klub-Eigentum gewesen sein.

FC Barcelona verkauft TV-Rechte für 207,5 Millionen Euro

Der erste wichtige Schritt ist getan. Der FC Barcelona hat es geschafft, die dringend benötigten Einnahmen zur Steigerung der von La Liga auferlegten Gehaltsobergrenze vor dem Bilanzstichtag am 30. Juni zu generieren. Wie der Klub am Donnerstagnachmittag offiziell mitteilte, hat man mit der globalen Investmentfirma Sixth Street eine Vereinbarung über den Verkauf von Fernsehrechten getroffen.

Der FC Barcelona verkauft 10 Prozent der eigenen TV-Rechte für die nächsten 25 Jahre, erhält dafür von Sixth Street 207,5 Millionen Euro. “Mit dieser Transaktion erzielt der FC Barcelona in der laufenden Saison einen Kapitalgewinn von insgesamt 267 Millionen Euro”, schreibt der Klub in seiner Pressemitteilung. Sixth Street ist eine Investmentfirma, die unter anderem Anteile an der NBA-Franchise San Antonio Spurs und an Barcelonas Hauptsponsor Spotify hält.

Ohne diesen Deal hätte der Klub für das aktuelle Geschäftsjahr (das bis zum 30. Juni läuft) einen Verlust eingefahren. Dieser hätte sich wiederum negativ auf die Gehaltsobergrenze für die kommende Saison ausgewirkt und die Registrierung von Neuzugängen erschwert oder gar unmöglich gemacht. Zwar sind die genauen Bilanzzahlen für das Jahr 2021/22 noch nicht bekannt, es wird jedoch davon ausgegangen, dass Barça nun durch die TV-Reche-Veräußerung einen Gewinn erzielt, der dem Klub gleichzeitig deutlich mehr Spielraum bei der Gehaltsobergrenze geben wird, nachdem die Katalanen hier in der vergangenen Saison lediglich 97 Millionen Euro zur Verfügung hatten.

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Geldsegen für Barça: Kommen nun Lewandowski und Koundé?

Dieser neue Geldsegen dürfte den Katalanen nicht nur bei der Registrierung von ablösefreien Spielern wie Franck Kessié und Andreas Christensen helfen, sondern auch bei Transferverhandlungen. Abzuwarten bleibt, ob Barça das vom FC Bayern München abgelehnte Angebot für Robert Lewandowski noch einmal erhöhen wird. Auch hat Barcelona nun mehr Möglichkeiten, die finanziellen Ablöseforderungen der Wunschtransfers Jules Koundé und Bernardo Silva zu stemmen. Letzterer wird jedoch nur ein Thema bei der Blaugrana werden, wenn Frenkie de Jong den Klub tatsächlich in Richtung Manchester United verlassen wird.

Neben dem abgeschlossenen Verkauf der TV-Rechte arbeitet man beim FC Barcelona derzeit auch noch an anderen Deals, die weitere Einnahmen zur Folge hätten (die dann jedoch in das kommende Geschäftsjahr fallen würden). So steht nach wie vor ein Verkauf von 49,9 Prozent der audiovisuellen Produktionsfirma ‘Barça Studios’ im Raum, der noch einmal 100 bis 200 Millionen Euro einbringen könnte. Eine ähnliche Summe erhofft man sich aus der Veräußerung von 49,9 Prozent von Barça License & Merchandising. Beide Verkäufe sollen jedoch jeweils eine Rückkaufoption enthalten, sodass der FC Barcelona sich diese Rechte in finanziell besseren Zeiten wieder zurückkaufen kann.

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Bastian Quednau
Schreibt über spanischen Fußball, leidet mit dem FC Schalke 04 und den Jacksonville Jaguars.
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3 Kommentare

  1. Ich denke man kann zweifelsfrei sagen, dass dieser Deal isoliert ein schlechter Deal ist. Wir kriegen 207 Millionen und geben mindestens 400, wahrscheinlich deutlich mehr ab. Aber diese Rechnung ist natürlich zu einfach. Sonst hätten die Verantwortlichen den Deal ja nicht gemacht. Was ich mich frage ist, was die Alternative wäre? Wären wir Alternativ einfach nicht hinter Lewy her? Oder würde die Alternative bedeuten, dass man De Jong abgibt, vielleicht noch nen Pedri dazu, da man so oder so die Verluste ausgleichen muss und das negative Eigenkapital angehen muss?

    Wäre ein Kredit eine adäquate Alternative gewesen? 200 Millionen als Kredit für 25 Jahre? Was für nen Zinssatz würden wir kriegen? 2-3%? Wie viel würden wir da “liegen lassen” (kenne mich da nicht so gut aus, wie man das berechnet). So oder so muss man eines sagen. Wir sind am Scheideweg. Es wird nicht ohne Investitionen und solche Deals gehen, denn dann sind wir in 2 Jahren vielleicht Dauergast in der EL. Noch können wir Sponsoren und Spieler mit unserem Namen locken. Es zieht aber immer weniger. Auf der anderen Seite geht es natürlich nicht, dass man jetzt mit dem Geld für 200 Millionen auf Shoppingtour geht. Solange wir für jeden Euro, den wir ausgeben, auch einen einnehmen (Stichwort Frenkie, Depay Verkauf) bin ich per se trotz gewissen Zweifeln und Vorbehalten an Board. Denn ohne sportlichen Erfolg werden wir meines Erachtens von unsern Schulden, Zinsen und Gehältern aufgefressen. Wenn jetzt die große Harakiri Shoppingtour kommt, bin auch ich als treuer Fan (mit etwas viel Vereinsbrille gerne mal) raus :D

    Es liegt an euch Laporta und Co.!

    • Der Deal war wohl leider notwendig. Bei einem Memphis Verkauf gehe ich auch mit, wenn wir dann Lewi für max. 35-40Mio bekommen hätten. Mittlerweile bin ich aber der Meinung man sollte sich aus dem Lewandowski Poker zurückziehen und mit Memphis + Auba in die Saison gehen. Die Position ist damit bei weitem nicht unsere größte Baustelle. Das einzige Argument für einen Lewa Kauf zu überteuertem Preis und trotz des weiter fallenden Images auf dem Transfermarkt, ist die Strahlkraft.
      Barcelona ist ein Touristenort. Die Zuschauerzahlen sind seit des Abgangs von Messi deutlich zurückgegangen. Auch nicht barcelonafans waren sonst im Stadion, einfach um den Superstar Messi zu sehen. Den Effekt könnte Lewa zurückbringen.

      Bei der Causa De Jong bin ich weiterhin dafür, dass man ihn hält wenn finanziell irgendwie möglich. Nächste Saison gehen mit Busquets und Piqué zwei verdiente Großverdiener. Sollte es finanziell unerlässlich sein zu verkaufen, dann bitte ich aber nicht alles zu reinvestieren. Bei Gerüchten von 90Mio für Bernardo oder 65Mio für Raphina bin ich auch raus und frag mich wer sowas in der aktuellen Situation durchwinkt

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