Nach der herben 0:4-Pleite aus dem Halbfinal-Hinspiel kann den FC Barcelona gegen Atlético Madrid nur noch ein Wunder ins Finale der Copa del Rey bringen. Die Katalanen geben sich aber keineswegs auf, wollen im Rückspiel das schier Unmögliche noch möglich machen.
Raphinha glaubt an das Weiterkommen
Jetzt gilt es. Jetzt zeigt sich, ob sie zu einer Heldentat der besonderen Art fähig sind oder die Hypothek dann doch einfach zu groß war. Die Stars des FC Barcelona empfangen Atlético Madrid am Dienstag im Camp Nou zum Rückspiel im Halbfinale der Copa del Rey (21 Uhr) – drei Wochen nach dem sang- und klanglosen Untergang im Riyadh Air Metropolitano. Eine 0:4-Klatsche gab es dort. Diese Blamage vom 12. Februar schien bereits die Entscheidung darüber gebracht zu haben, wer das Finale erreicht und wer nicht.
Oder doch nicht? Im Lager der Katalanen herrscht aber durchaus noch ein gesunder Optimismus, Atlético in den mindestens 90 verbleibenden Minuten zumindest ins Wanken zu bringen. Warum sich schon zur Halbzeit dieser K.o.-Runde geschlagen geben?
Raphinha ist jemand, der so denkt. Der Brasilianer setzt auf eine starke Leistung als Ausgangspunkt – und hält ein Comeback trotz der herben Pleite in Madrid ausdrücklich für möglich. „Wir sind zuversichtlich, dass wir ein gutes Spiel machen werden“, sagte er in einem Frage-Antwort-Video auf dem YouTube-Kanal des Klubs.
Der 29-jährige Brasilianer ist sich der Schwere der Aufgabe bewusst, traut seiner Mannschaft das Wunder jedoch zu: „Wenn es ein Team gibt, das zurückkommen kann, dann wir. Wir wissen, dass das Spiel schwierig wird, ein sehr kompliziertes Comeback, aber ich denke, wir sind vorbereitet auf das, was uns erwartet.“
Neun Jahre nach „Remontada“: Barça braucht ein Wunder
Das letzte Mal, dass der FC Barcelona eine Niederlage mit mindestens vier Toren Unterschied drehte, war beim legendären 6:1-Sieg im Champions-League-Achtelfinale gegen Paris Saint-Germain. Damals, am 8. März 2017, schlug die Mannschaft von Trainer Luis Enrique nach einem 0:4 aus dem Hinspiel mi einem 6:1 zurück und zog doch noch in die nächste Runde ein.
Entsprechend klar ist die Ausgangslage vor dem Rückspiel: Barça braucht eine nahezu perfekte Nacht – frühe Tore, defensive Stabilität und maximale Effizienz. Gelingt es, den Druck von Beginn an aufrechtzuerhalten, könnte der Glaube an die nächste große „Remontada“ schnell neue Nahrung erhalten.
Barça will ins Finale gegen Bilbao oder Sociedad
Das Rückspiel steigt einen Tag vor dem Rückspiel zwischen Real Sociedad und dem Athletic Club, einer der beiden wäre also der Kontrahent im Endspiel. Im Hinspiel setzte sich das Team aus San Sebastián knapp mit 1:0 durch.
Das 122. Finale im spanischen Pokal ist für Samstag, den 18. April um 21 Uhr angesetzt und wird wie gewohnt im Estadio de La Cartuja (Sevilla) ausgetragen. Sollte Barcelona das Wunder im Camp Nou schaffen, wäre es für den Rekordsieger die 44. Finalteilnahme. Ein erneuter Finalsieg würde dem 33. Titel und der ersten Titelverteidigung seit 2018 gleichkommen.
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