Joan Laporta tritt als Präsident des FC Barcelona zurück. Interimsweise übernimmt der bisherige Vize Rafael Yuste den Posten. Ein plötzliches Beben löst das in Katalonien aber bei weitem nicht aus.
Laporta muss Amt niederlegen, um zu kandidieren
Führungswechsel beim FC Barcelona, wenn auch nur vorübergehend: Joan Laporta ist am Montag als Präsident des katalanischen Klubs zurückgetreten. Den Posten übernimmt interimsweise mit Rafael Yuste der bisherige erste Vizepräsident des Laporta-Anhangs.
Als Paukenschlag lässt sich der Schritt nicht bezeichnen, vielmehr war dieser für den 9. Februar längst angekündigt worden. Es handelt sich um einen Rücktritt, der rein mit Blick auf Satzung und Prozedere rund um die nächste Präsidentschaftswahl notwendig ist, um wieder zu kandidieren.
Präsidentschaftswahl am 15. März
Am 15. März stimmen die wahlberechtigten Mitglieder ab, vorher musste Laporta das Amt rein formell niederlegen. Das hat der 63-Jährige, der nach einer weiteren Präsidentschaftsperiode aufhören will, nun getan. Nach seiner Aussage betrifft das auch Vorstandsmitglieder, konkret geht es um die Vizepräsidentin des institutionellen Bereichs, Elena Fort, den Vizepräsidenten des sozialen Bereichs, Rafael Escudero, sowie die Direktoren Ferran Oliver, Josep Maria Albert, Xavier Barbany, Miquel Camps, Aureli Mas, Xavier Puig und Joan Soler i Ferré – während „diejenigen, die im Vorstand bleiben, den Verein bis zum Wahltag am 15. März leiten werden. Danach werden sie die Macht mit dem gewählten Kandidaten bis zum 1. Juli teilen“.
Sollte der im März 2021 zurückgekehrte Laporta sich wiederum durchsetzen, wäre er offiziell erst wieder zur neuen Saison das Vereinsoberhaupt. Gewinnt die Mannschaft von Hansi Flick in der Zwischenzeit Titel, wären das dementsprechend keine Erfolge unter Laporta. Er dürfte die besten Karten haben, zum Präsidenten ernannt zu werden. Den Posten machen ihm Víctor Font, Xavi Vilajoana und Marc Ciria streitig.
